Panorama

Strengerer Teil-Lockdown Diese Corona-Regeln gelten ab heute

Der Teil-Lockdown geht in die Verlängerung: Ab heute gelten die von Bund und Ländern nochmals nachgeschärften Corona-Regeln, mit denen die Zahlen bis Weihnachten sinken sollen. Zum Fest und über den Jahreswechsel soll dafür dann mehr erlaubt sein. Ein Überblick.

Strengere Kontaktbeschränkungen im Dezember, Lockerungen über Weihnachten - die von Bund und Ländern beschlossenen neuen Corona-Regeln sind in den meisten Bundesländern in Kraft getreten. Restaurants, Theater und Freizeiteinrichtungen bleiben damit geschlossen. Schulen und Kitas sollen dagegen ebenso wie der Einzelhandel offen bleiben.

Im Detail gelten nun diese neuen Regeln:

  • Private Zusammenkünfte sind ab sofort auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre werden hier nicht mitgezählt. Im November waren meist noch Treffen mit bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Eine Ausnahme bildet Schleswig-Holstein. Das Bundesland hält an seiner Zehn-Personen-Kontaktregel fest. In Sachsen-Anhalt gilt zwar die Fünf-Personen-Regel, jedoch ohne Beschränkung auf zwei Haushalte. In Sachsen, wo es hohe Neuinfektionszahlen gibt, gelten strengere Regeln für besonders betroffene Landkreise. Dort gilt eine Ausgangsbeschränkung. Das Haus zu verlassen, ist nur noch mit triftigem Grund erlaubt.
  • Die ab Dienstag geltenden Regelungen werden für die Tage um Weihnachten leicht gelockert. Ab dem 23. Dezember und höchstens bis zum 1. Januar sollen zehn Personen im Familien- und Freundeskreis zusammenkommen können. Berlin weicht davon ab. Auch über die Feiertage sollen hier nur fünf Personen, jedoch aus bis zu fünf Haushalten zusammenkommen dürfen. In Baden-Württemberg gelten die Lockerungen nur vom 23. bis zum 27. Dezember. So will es auch Brandenburg halten.
  • Für Schulen wurde eine Maskenpflicht im Unterricht ab der siebten Klasse vereinbart - abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. Festgelegt wird das dann in den einzelnen Ländern. Positiv getestete Schüler und ihre Mitschüler sollen sofort in eine fünftägige Quarantäne. Wer dann negativ getestet wird, darf die Quarantäne beenden.
  • Für den Einzelhandel gelten strengere Bestimmungen. So ist die maximale Kundenzahl in großen Läden stärker begrenzt. In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Bei Geschäften, die größer sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen.
  • Im Kampf gegen die Pandemie können künftig mehr Schnelltests zum Einsatz kommen - in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen etwa auch in Schulen. Das sieht eine neue Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn vor, die an diesem Mittwoch in Kraft treten soll. Auch im Rettungsdienst und in Tageskliniken werden Schnelltests nun möglich. Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten im Ausland sind dagegen Corona-Tests nach der Einreise bald nicht mehr kostenlos - diese Möglichkeit soll am 15. Dezember enden.
  • In vielen Bundesländern gilt eine erweiterte Maskenpflicht. Neben dem ÖPNV und öffentlich zugänglichen Gebäuden umfasst sie nun auch besonders belebte öffentliche Plätze. In manchen Kommunen werden diese eigens festgelegt. In anderen Städten, wie etwa in Berlin, gilt die Pflicht überall dort, wo Geschäfte sind, vor allem auch in Warteschlangen vor Läden.
  • Schon seit vergangenem Freitag lässt die Bahn weniger Sitzplatzreservierungen zu. In aller Regel sind nun nur noch Fensterplätze buchbar. So soll mehr Abstand in den Zügen gewährleistet werden.

Der Teil-Lockdown vom November hat zu einer Stagnation bei den täglichen Neuinfektionen geführt. Ziel ist es jedoch, die Zahlen in den kommenden Wochen nach unten bewegen zu können. Als Richtwert betrachtet die Politik eine bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Menschen. Es gibt Zweifel, ob dies mit den Maßnahmen zu schaffen ist.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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