Panorama

Warnung ignoriertDrei Skifahrer sterben bei Lawinenunglück in den Alpen

13.02.2026, 19:16 Uhr
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Val d'Isère ist ein beliebter Wintersportort. (Foto: AFP)

Wegen des Wintersturms "Nils" warnen die französischen Behörden vor erhöhter Lawinengefahr in den Alpen. Eine Gruppe Skifahrer bricht dennoch auf. Drei von ihnen bezahlen die Tour mit ihrem Leben.

Eine Lawine hat in den französischen Alpen drei Skifahrer in den Tod gerissen. Die drei Verunglückten gehörten zu einer Gruppe von sechs Skifahrern, die in Begleitung eines Skilehrers abseits der Pisten unterwegs waren und von den Schneemassen erfasst wurden, teilte der Wintersportort Val d'Isère mit. Die Identität und Nationalität der Opfer ist bislang nicht bekannt. Die Gruppe habe über die obligatorische Sicherheitsausrüstung verfügt, sei aber trotz einer Warnung vor erhöhter Lawinengefahr aufgebrochen, hieß es.

Die Präfektur der Savoyen, wo es zu dem Unglück kam, hatte die Bevölkerung noch am Vortag zu allergrößter Vorsicht und der Beachtung der Sicherheitsempfehlungen aufgerufen. Mehrere Straßen in der Region wurden wegen Lawinengefahr gesperrt. In Tignes, dem Nachbarort von Val d'Isère, galt in der vergangenen Nacht sogar eine komplette Ausgangssperre, so hoch war die Gefahr von Lawinen eingeschätzt worden.

Der Wintersturm "Nils" hatte in den französischen Alpen am Donnerstag für starken Schneefall gesorgt. Teilweise fiel bis zu ein Meter Neuschnee. Mehrere Skigebiete hatten deswegen die Pisten ganz oder teilweise geschlossen. In 25 Departements im Südwesten Frankreichs galt weiterhin die Unwetterwarnstufe orange oder rot.

In den Bergen warnten die Behörden ausdrücklich vor einer hohen Gefahr von Lawinen. Insbesondere zwischen 1800 und 2000 Höhenmetern sei die Schneedecke sehr instabil, erklärte der französische Wetterdienst. Auch ein einzelner Skifahrer oder Wanderer könne eine große Menge Schnee in Bewegung setzen. In Teilen Frankreichs sind derzeit Schulferien, so dass viele Familien in den Skigebieten sind.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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