Panorama

Hilfe für Italiens Polizei Drohnen sollen Ausgangssperre überwachen

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Auch Soldaten - wie hier in Mailand - helfen bei der Überwachung der Ausgangssperre.

(Foto: picture alliance/dpa)

Kein Land ist derzeit so stark vom Coronavirus betroffen wie Italien, seit Wochen gilt deshalb eine strikte Ausgangssperre. Ob die Bevölkerung sich tatsächlich daran hält, darf die italienische Polizei künftig auch aus der Luft überwachen.

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus darf die italienische Polizei die Bevölkerung nun mit Drohnen überwachen. Die zivile Luftfahrtbehörde Enac gab dafür grünes Licht. Mit Hilfe der Drohnen soll überprüft werden, ob sich die Menschen an die Ausgangssperre halten und zu Hause bleiben.

Die Genehmigung für den Drohneneinsatz gilt zunächst bis zum 3. April - bis dahin gilt theoretisch auch die Ausgangssperre. Die Enac verwies darauf, dass zahlreiche örtliche Polizeieinheiten um den Einsatz von Drohnen gebeten hätten. Die Genehmigung der Behörde gelte nun für Drohnen unter 25 Kilogramm.

Mit rund 64.000 registrierten Infizierten und mehr als 6000 Toten ist Italien besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Viele Krankenhäuser sind völlig überlastet, bereits seit dem 10. März gilt in ganz Italien eine Ausgangssperre. Seit diesem Montag ist zudem die nicht-lebenswichtige Produktion gestoppt. Allerdings erlaubt ein Dekret so viele Ausnahmen, dass Gewerkschaften das Ansteckungsrisiko bei der Arbeit als zu groß kritisieren. Auch der Tod weiterer Ärzte im besonders notleidenden Norden sorgt für Trauer und Entsetzen. In den Brennpunkten, in Bergamo und Brescia, gibt es nach Behördenangaben viele Neu-Ansteckungen.

Quelle: ntv.de, ftü/AFP/dpa