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Verhandlung um weitere Dosen EU will wohl Biontech-Bestellung verdoppeln

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Die EU verhandelt mit Biontech über weitere Lieferungen des Impfstoffs.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Bislang hat die EU bei den Firmen Biontech und Pfizer 300 Millionen Impfdosen bestellt. Nun verhandelt die Kommission wohl wie angekündigt nach. Einem Bericht zufolge geht es um eine Lieferung in gleicher Höhe. Die allerdings käme wohl erst in der zweiten Jahreshälfte.

Die Europäische Union könnte weitere Impfdosen der Hersteller Biontech und Pfizer erhalten. Derzeit berate die Staatengemeinschaft über weitere Lieferungen, berichteten Medien und berufen sich auf Verhandlungskreise. Die Kommission hatte erst am Vortag bekräftigt, mit beiden Herstellern über zusätzliche Lieferungen zu verhandeln. Bislang ist in der EU nur das Biontech-Pfizer-Vakzin zugelassen.

Bei einem erfolgreichen Abschluss könnten sich laut "Spiegel" die Lieferungen an die Länder verdoppeln. Konkret würde ein neuer Vertrag die Lieferung von 100 Millionen weiteren Impfdosen beinhalten. Hinzu käme eine Option auf weitere 200 Millionen Impfungen. Biontech habe sich dazu nicht äußern wollen, berichtet das Magazin weiter. Allerdings könne der überwiegende Teil der Dosen erst im zweiten Halbjahr geliefert werden.

Reuters berichtet dagegen unter Berufung auf Insider von 50 bis 100 Millionen weiterer Dosen. Diese würden im dritten oder vierten Quartal geliefert. Der Preis liege bei 15,50 Euro pro Dosis. Andere Quellen hatten früher von einem Preis von 12 Euro berichtet. Für eine ausreichende Immunantwort braucht es zwei Impfungen pro Patient.

Deutschland wurde bislang mit rund 1,3 Millionen Corona-Impfdosen des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer beliefert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kommen am Freitag 670.000 Dosen des Biontech-Impfstoffs dazu.

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Bis Anfang Februar sind jeweils montags drei weitere Liefertermine vorgesehen. Ende des 1. Quartals sollen elf Millionen Impfdosen bereitstehen. Die EU hat bislang 300 Millionen Dosen bei Biontech und Pfizer geordert.

Um die Impfungen auszuweiten, hat das Unternehmen beantragt, aus seinen Fläschchen sechs statt der bislang fünf genehmigten Dosen nutzen zu können. Zudem soll laut "Süddeutscher Zeitung" Anfang Februar ein weiteres Werk in Marburg hochgefahren und so die Produktion ausgeweitet werden. Und schließlich wird erwartet, dass die Europäische Arzeneimittelbehörde EMA am morgigen Mittwoch mit Moderna einen zweiten Impfstoff in der EU zulässt.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts