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Mit Aufklebern warnt die Weltgesundheitsorganisation 2015 im liberianischen Monrovia vor dem Ebola-Virus.
Mit Aufklebern warnt die Weltgesundheitsorganisation 2015 im liberianischen Monrovia vor dem Ebola-Virus.(Foto: picture alliance / Ahmed Jallanz)
Donnerstag, 17. Mai 2018

Neue Infektion im Kongo: Ebola-Virus erreicht Millionenstadt

Ebola ist eine der gefährlichsten Virus-Krankheiten der Welt. Ende 2013 sterben daran in Westafrika mehr als 11.000 Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation meldet nun eine Infektion in einer kongolesischen Millionenstadt.

Das lebensgefährliche Ebola-Virus hat in der Demokratischen Republik Kongo eine Millionenstadt erreicht. Es sei eine Infektion aus der 1,2-Millionen-Einwohner-Stadt Mbandaka im Nordwesten des Landes gemeldet worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Das Virus wurde demnach in Wangata, einem der drei Gesundheitsbezirke der Stadt in der Provinz Equateur, registriert.

Die WHO hatte vergangene Woche über den erneuten Ebola-Ausbruch im Kongo informiert. Etwa 20 Menschen sollen bereits daran gestorben sein. Es ist der neunte bekannte Ausbruch der Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land seit 1976.

Ebola ist eine oft tödlich verlaufende Virus-Krankheit. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten. Noch in dieser Woche will die WHO eine Impfkampagne gegen den Ausbruch im Kongo beginnen. Dafür soll ein experimenteller Impfstoff zum Einsatz kommen.

Ende 2013 hatte eine verheerende Ebola-Epidemie mehrere westafrikanische Staaten heimgesucht. In den folgenden Monaten starben in Guinea, Sierra Leone und Liberia rund 11.300 Menschen an dem Virus.

Quelle: n-tv.de