Panorama

Keine Rauchsäule mehr"Echter Kampf" dämmt größten Waldbrand der NRW-Geschichte ein

15.08.2026, 09:12 Uhr
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Die Bundeswehr ist inzwischen mit vier Bergepanzern vor Ort zur Unterstützung. (Foto: picture alliance / SNS)

Über dem Hürtgenwald ist keine Rauchsäule mehr zu sehen: Die Bekämpfung des größten Waldbrands der NRW-Geschichte macht Fortschritte. Doch auf Regen als zusätzlichen Helfer kann die Feuerwehr nicht hoffen.

Beim größten Waldbrand in der NRW-Geschichte steht nach ununterbrochenen Löscharbeiten keine riesige Rauchsäule mehr über dem Hürtgenwald. "Die Nacht war gut", sagte Landrat Ralf Nolten am Morgen. Es habe sehr gute Fortschritte bei der Bekämpfung des Brandes gegeben. Die Bundeswehr habe in der Nacht weitere breite Schneisen in das Areal geschlagen. Das Hauptbrandgeschehen sollte nicht überschlagen in andere Bereiche. Die Anzahl der Bergepanzer sei auch von zwei auf vier erhöht worden.

Der Landrat geht davon aus, dass heute die gleiche Zahl an Hubschraubern wie am Vortag im Einsatz sein wird. Nolten hofft, dass die Löscharbeiten so weit vorankommen können, dass es kein offenes großes Feuer mehr in dem Wald wütet. Das aktuelle Geschehen sei kein Vergleich mit dem des Vortages: "Gestern Morgen war echter Kampf und jetzt ist kontrolliertes Arbeiten", verdeutlichte der Landrat.

Im Fokus steht die am frühen Freitagmorgen evakuierte Ortschaft Gey, deren rund 2000 Bewohnerinnen und Bewohner bei Verwandten und Freunden unterkamen. Der Waldbrand ist nach Einschätzung der Landesregierung wohl der größte in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen ging bei einem Besuch der Einsatzkräfte von einer betroffenen Fläche von 200 Hektar bis 300 Hektar aus. 

Sturmböen könnten Brand anfachen

Bei der weiteren Bekämpfung des Waldbrands können die Einsatzkräfte aber weiterhin nicht auf Regen setzen. Für Nordrhein-Westfalen sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) keinen flächendeckenden Regen voraus. Laut einer Meteorologin soll der Wind im Laufe des Tages zunehmen und in Richtung Nordwest drehen. Dabei bleibt der Wind aber eher schwach bis mäßig bei Geschwindigkeiten zwischen etwa zwölf bis 28 Kilometer pro Stunde. 

Die Hitze könnte wie bereits in den vergangene Tagen den Einsatzkräften wieder einiges abverlangen: Für Nordrhein-Westfalen rechnet der DWD mit Höchstwerten zwischen 29 und 34 Grad. 

Gegen Nachmittag sollen laut der Meteorologin vereinzelt Gewitter im Bergland aufziehen. Dabei könnte es dann auch zu Sturmböen kommen, die die Flammen weiter anfachen können. Ob die Gewitter mit den Sturmböen aber in der Eifel entstehen, sei unklar. Gut möglich sei auch, dass diese auch nur im Sauerland entstehen. Eine genauere Vorhersage der Gewitter sei nicht möglich, so die Wetterfachfrau. 

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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