Panorama

Männer geraten aneinander Ein Toter nach Streit am Alexanderplatz

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Eine Person erlag auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Streit am Fuß des Fernsehturms neben dem Berliner Alexanderplatz ist ein Mann erstochen worden. In der Nacht sollen aus unbekannten Gründen mehrere Männer in Streit geraten sein, wie Polizei und Staatsanwaltschaft erklärten. Ein 22-Jähriger soll dabei mit einer Schreckschusswaffe geschossen und einen 23-Jährigen bedroht haben.

Daraufhin habe der 23-Jährige auf ihn und einen 21-Jährigen eingestochen. Der 22-Jährige wurde getötet. Der 21-Jährige wurde nach Ermittlerangaben mit nicht lebensgefährlichen Stichverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Leiche werde obduziert, sagte eine Sprecherin der Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Der 23-Jährige wurde noch vor Ort festgenommen. Ob Haftbefehl gegen ihn beantragt wird, ist noch nicht entschieden.

Zu Hintergründen und der Frage, ob sich die Männer kannten oder zufällig dort begegneten, konnte die Sprecherin noch keine Aussagen machen. Die Ermittlungen liefen, dynamische Geschehen seien schwierig aufzuklären, sagte sie. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes und die Staatsanwaltschaft ermitteln. Bei den Beteiligten handelt es sich um syrische Staatsangehörige.

Der Alexanderplatz - ein Verkehrsknotenpunkt in Berlins Innenstadt - gilt als ein Kriminalitätsschwerpunkt. Der Ort war durch eine Reihe von Schlägereien, Messerstechereien und zahlreichen Taschendiebstählen in Verruf geraten. Die Polizei verstärkte dort ihre Maßnahmen. Seit Ende 2017 gibt es eine eigene Polizeiwache zwischen Weltzeituhr und Brunnen der Völkerfreundschaft. Täglich passieren Tausende Menschen den zentralen Knotenpunkt.

Im Oktober 2012 war der 20-jährige Jonny K. zwischen Alexanderplatz und Rotem Rathaus getötet worden. Der Gewaltexzess hatte bundesweit Bestürzung und eine Debatte über den Umgang mit jugendlichen Gewalttätern ausgelöst. K. war dort von mehreren Männern so zusammengeschlagen worden, dass er kurz darauf an Gehirnblutungen starb.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP

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