Vorfall in MönchengladbachEinbrecher räumen 29 Schließfächer in geöffneter Sparkasse leer

Der Sparkasseneinbruch in Gelsenkirchen sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit. Nun kommt es zu einem Vorfall in Mönchengladbach. Die Zahl der aufgebrochenen Schließfächer ist nicht im Ansatz vergleichbar. Dafür zeichnen sich die aktuellen Täter durch eine besondere Dreistigkeit aus.
In einer Sparkassenfiliale im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt haben Täter mutmaßlich rund 30 Schließfächer aufgebrochen. Zu dem Vorfall soll es während der Öffnungszeiten des Kreditinstituts gekommen sein. Zum möglichen Schaden machte die Bank bisher keine Angaben. Nach Angaben der Polizei konnten die Täter mit der Beute flüchten.
Die Ermittler gehen von zwei Tätern aus. Sie hätten insgesamt 29 Schließfächer aufgebrochen und sich etwa eine halbe Stunde lang in dem Schließfachraum aufgehalten. Insgesamt befänden sich dort 1700 Schließfächer. Nach Angaben der Sparkasse wurden die Unbekannten während der Tat von Kunden und Mitarbeitern gestört. An 14 weiteren Schließfächern seien Spuren von Einbruchsversuchen, sogenannte Hebelmarken, erkennbar gewesen, teilt die Polizei mit. Der genaue Ablauf ist nach wie vor unklar. Die Polizei veröffentlichte Beschreibungen der beiden Tatverdächtigen und richtete eine Ermittlungskommission ein.
Männer verschwinden mit Trolleys aus der Sparkasse
Einer der Männer trug eine violettblaue Jacke, eine zweifarbige Hose (unten am Bein braun, oben lachsrot), Wander- oder Arbeitsschuhe und einen violettblauen Anglerhut. Er zog einen schwarzen Koffer-Trolley hinter sich und trug beim Verlassen der Filiale einen dunkelgrauen oder schwarzen Rucksack auf dem Rücken.
Der andere Mann war mit einer braunen Jacke, darunter einem dunkelgrauen T-Shirt, einer hellblauen Jeans, Wander- oder Arbeitsschuhen und einer beige-dunkelgrauen Kappe bekleidet. Er hatte einen dunklen Einkaufstrolley dabei.
Man arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen, erklärte die Sparkasse. "Über weitergehende Erkenntnisse werden wir informieren, wenn solche gesichert vorliegen", erklärte das Kreditinstitut.
Ende 2025 hatte ein großangelegter Einbruch in einer Sparkasse in Gelsenkirchen für Aufsehen gesorgt. Unbekannte brachen dabei mehr als 3000 Schließfächer auf. Sie waren zuvor über die Tiefgarage in einen Archivraum der Bank und von dort aus mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank eingedrungen. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.