Bürgermeister erbittet HilfeElf Menschen auf mexikanischem Fußballplatz getötet

Erst am Samstag werden im mexikanischen Salamanca menschliche Überreste gefunden. Nun kommen in der gleichen Stadt nach einer Schießerei mindestens elf Menschen ums Leben, zwölf werden verletzt. Der Bürgermeister appelliert an Präsidentin Sheinbaum.
Bei einem bewaffneten Angriff auf einen Fußballplatz im zentralen Bundesstaat Guanajuato in Mexiko sind nach örtlichen Behördenangaben mindestens elf Menschen getötet worden. Zwölf weitere Menschen hätten Schussverletzungen davongetragen und würden medizinisch versorgt, erklärte das Büro des Bürgermeisters der Stadt Salamanca, César Prieto. Die Sicherheitskräfte hätten einen Einsatz gestartet, um die Täter ausfindig zu machen.
Prieto zufolge stürmten bewaffnete Männer nach einem Spiel auf den Fußballplatz und eröffneten das Feuer auf die Anwesenden. Zehn Menschen seien noch vor Ort gestorben, ein weiterer Mensch starb demnach später in einem Krankenhaus.
Am Samstag waren in der gleichen Stadt vier Säcke mit menschlichen Überresten gefunden worden. Prieto rief die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum auf, ihm dabei zu helfen, in seiner Stadt "den Frieden, die Ruhe und die Sicherheit wiederherzustellen".
Guanajuato ist ein florierendes Industriezentrum mit mehreren beliebten Touristenzielen. Offiziellen Statistiken zufolge ist Guanajuato jedoch der mexikanische Bundesstaat mit der höchsten Mordrate. Grund sind Bandenkriege um Territorien. Mexiko leidet seit vielen Jahren unter der Gewalt mächtiger Drogenkartelle. Seit dem Start einer umstrittenen Militäroperation zur Drogenbekämpfung im Jahr 2006 sind in dem Land offiziellen Angaben zufolge mehr als 450.000 Morde verzeichnet worden.