Panorama

Bericht über Fall auch in NRW Erster Coronavirus-Infizierter in Baden-Württemberg

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(Foto: picture alliance/dpa)

Baden-Württemberg hat seinen ersten Coronavirus-Fall: Nach Angaben der Landesregierung in Stuttgart wurde am Abend eine Infektion bei einem 25 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Göppingen nachgewiesen. Vermutet wird, dass sich sich der Mann während einer Italienreise in Mailand angesteckt hat.

Update: Mittlerweile gibt es auch in Nordrhein-Westfalen einen bestätigten Coronavirus-Fall.

Nachdem der Mann nach seiner Rückkehr unter grippeähnlichen Symptomen litt, habe er Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt aufgenommen. Ein daraufhin gemachter Test sei positiv verlaufen, teilten die Landesregierung weiter mit. Der 25-Jährige soll noch heute in eine Klinik eingeliefert und dort isoliert werden. Zudem sollen alle Kontaktpersonen des Mannes überprüft und zu ihrem Gesundheitszustand befragt werden.

Gesundheitsminister Manne Lucha will morgen weitere Informationen bekanntgeben. "Baden-Württemberg hat sich schon früh auf diesen Fall eingestellt. Alle beteiligten Stellen arbeiten eng und intensiv zusammen", sagte der Grünen-Politiker.

Laut einem Medienbericht soll es auch eine Corona-Erkrankung in Nordrhein-Westfalen geben. Wie die "Rheinische Post" berichtet, sei ein Ehepaar aus Erkelenz mit Verdacht auf das Coronavirus in die Uniklinik Düsseldorf eingeliefert worden. Demnach soll mindestens eine Person des Paares positiv auf den Erreger getestet worden sein.

In Deutschland gab es zuvor 16 bestätigte Coronavirus-Infektionen, die meisten Patienten wurden inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen. 14 der Fälle traten in Bayern auf, von den dortigen Betroffenen ist noch einer in der Klinik. Die anderen beiden Fälle waren China-Rückkehrer, die von der Bundesregierung mit einem Flugzeug aus der Volksrepublik ausgeflogen worden waren. Sie wurden in der Uniklinik in Frankfurt am Main behandelt und Mitte Februar entlassen.

Nach dem Ausbruch einer Coronavirus-Epidemie in Italien melden immer mehr europäische Staaten Nachweise des Erregers. Österreich, Kroatien, das spanische Festland und die Schweiz berichteten im Tagesverlauf über positive Tests auf das Coronavirus. Trotz der starken Ausbreitung in Italien bleiben die Grenzen zu den Nachbarstaaten vorerst offen. Darauf einigten sich die Länder am Nachmittag bei einem Krisentreffen in Rom.

Mittlerweile seien 322 Menschen in Italien mit dem Coronavirus infiziert, davon seien elf gestorben, teilten die Behörden mit. Die meisten Infektionen wurden in der nördlichen Region Lombardei verzeichnet. Zehn Orte dort sowie ein Ort in der Nachbarregion Venetien stehen daher unter Quarantäne. Mittlerweile erfasst das Virus aber auch den Süden des Landes.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP