Panorama

Boot in Thailand gesunkenEuropäerin tot geborgen

10.03.2009, 08:08 Uhr

Eine der vor Phuket gekenterten europäischen Touristinnen ist tot geborgen worden. Insgesamt werden sieben Menschen nach dem Unglück am Sonntag vermisst.

Eine der vor Phuket gekenterten europäischen Touristinnen ist tot geborgen worden. Die Leiche wurde vom Rettungsteam unweit des Unglücksortes gefunden, wie ein Sprecher der thailändischen Wasserschutzpolizei mitteilte. Nach dem Schiffsunglück am Sonntag wurden insgesamt sieben Menschen vermisst, darunter Touristen aus Österreich und der Schweiz. Die Behörden hatten wenig Hoffnung, eines der Opfer lebend bergen zu können.

Unter den Vermissten war entgegen ersten Annahmen kein Deutscher. Einer der Touristen hatte als Wohnort München angegeben, ist aber Österreicher, sagte Jürgen Schenker, einer der deutschen Manager der Tauchschule "Asia Dive". Insgesamt werden damit drei Österreicher sowie zwei Schweizer, ein Japaner und ein Einheimischer vermisst. Die ersten Angehörigen trafen nach Angaben von Schenker in Phuket ein.

Wie ein Tornado

Den Angaben zufolge war das Schiff auf dem Weg zu den Similan-Inseln, als es in einem plötzlich aufkommenden Sturm vor dem Patong-Strand kenterte. 23 Insassen, die sich auf zwei Schlauchboote gerettet hatten, konnten geborgen werden. Überlebende empfanden das Geschehen wie einen Tornado, der aus dem Nichts auftauchte: "Es ging alles so schnell." 15 Ausländer und acht Crewmitglieder schafften es auf die Rettungsinseln und wurden am Montagmorgen von Fischern geborgen.

Das Schiff hatte nach Angaben der Seepolizei um kurz vor Mitternacht ein Notsignal ausgesendet. Dann brach der Funkkontakt ab. Fischer fanden die Überlebenden am Montag auf Rettungsinseln im Meer treibend. Sie waren nach Angaben von Schenker außer Sonnenbränden und ein paar Kratzern unverletzt.

Das knapp 30 Meter lange Boot, die "Choke Somboon" war erst am 31. Oktober 2008 in Dienst gestellt worden, sagte Schenker. Intern war das Boot nach Auskunft von Schenker als "Dive Asia 1" bekannt. Die Webseite der Firma preist es als "luxuriöses Flaggschiff" mit klimatisierten Doppelkabinen, Salon, Bar, Multimedia Center und großem Liegedeck.

Die Tauchschule "Asia Dive" wurde nach Angaben von Schenker 1988 von Deutschen auf Phuket gegründet. Es habe noch nie einen Unfall gegeben. Die Similan-Inseln gehören zu den beliebtesten Zielen für Sporttaucher in Thailand.