Panorama

Opfer von Polizeigewalt Ex-Boxer zahlt George Floyds Beerdigung

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Bereits 2011 hatte Floyd Mayweather etwas Ähnliches getan.

(Foto: picture alliance / EPA/dpa)

Die Angehörigen des getöteten Afroamerikaners George Floyd bereiten dessen anstehende Beerdigung vor. Dabei erhalten sie nun prominente Hilfe: Der ehemalige Profiboxer Floyd Mayweather hat den Hinterbliebenen angeboten, für die Beisetzung aufzukommen.

Der Fall des bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) getöteten Afroamerikaners George Floyd sorgt in den USA seit einer Woche für massive Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Auch eine Vielzahl von Prominenten spricht sich seither vehement gegen Polizeigewalt aus. Einer von ihnen ist der ehemalige US-Boxer Floyd Mayweather, der nun laut dem Sportsender ESPN den Hinterbliebenen angeboten hat, sämtliche Kosten für Trauerfeiern und die Beerdigung zu übernehmen.

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Das habe Mayweathers Promoter Leonard Ellerbe bestätigt: "Er wird wahrscheinlich wütend auf mich sein, dass ich das verrate, aber ja, [Mayweather] wird definitiv die Beerdigung bezahlen." Demnach befindet sich der ehemalige Boxweltmeister in engem Kontakt mit der Familie Floyds, die dessen Angebot laut ESPN bereits angenommen habe. Bereits 2011 hatte Mayweather etwas Ähnliches getan: Damals übernahm er die Bestattungskosten des Boxers Genaro Hernández, der mit 45 Jahren einem Krebsleiden erlegen war.

George Floyd verstarb am 25. Mai 2020, nachdem - wie Videoaufnahmen beweisen - ein Polizist für mehrere Minuten auf dem Hals des 46-Jährigen kniete. Der Beamte wurde inzwischen entlassen und wegen "Mord dritten Grades" (vergleichbar mit "Fahrlässiger Tötung") angeklagt.

Quelle: ntv.de, lri/spot