Panorama
Angehörige im Schockzustand warten vor der Highschool von Parkland.
Angehörige im Schockzustand warten vor der Highschool von Parkland.(Foto: AP)
Donnerstag, 15. Februar 2018

Schießerei an US-Schule: Ex-Schüler läuft Amok: mindestens 17 Tote

Wieder tödliche Schüsse auf einem US-Schul-Campus: Es spielen sich chaotische Szenen ab, Eltern bangen um das Wohl ihrer Kinder. Der Täter wird gefasst, sein Motiv ist unklar.

Durch Schüsse an einer Schule in Parkland im US-Bundesstaat Florida sind 17 Menschen getötet worden. Das gab der zuständige Bezirkssheriff, Scott Israel, bekannt. Außerdem seien mehrere Menschen verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. 

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Der Täter sei gefasst, sagte Israel. Er habe sich ohne Widerstand festnehmen lassen. In sozialen Netzwerken machten Bilder die Runde, auf denen ein Mann zu sehen ist, der von Polizisten in Handschellen abgeführt wird.

"Es handelt sich nicht um einen derzeit an der Schule befindlichen Schüler", betonte Israel. Es werde jedoch geprüft, ob der etwa 18 Jahre alte Mann früher an der Schule gewesen war. Es gebe keine Anzeichen für weitere Verdächtige, sagte Israel.   

Sheriff: "Es ist chaotisch"

Medienberichten zufolge suchte die Polizei in Parkland - etwa 75 Kilometer nördlich der Metropole Miami - stundenlang nach dem Schützen. Einsatzkräfte mehrerer Polizeieinheiten waren im Einsatz. An der Schule spielten sich teilweise entsetzliche Szenen ab. Fernsehbilder zeigten, wie Rettungskräfte Verletzte auf Tragen zu Krankenwagen transportierten. "Es ist chaotisch", schrieb Sheriff Israel auf Twitter.

Viele Schüler verließen unverletzt die Schule. Die Schülergruppen wurden von bewaffneten Polizisten begleitet. Augenzeugen berichteten, im Schulhaus der Highschool sei "eine Menge Blut" zu sehen gewesen.

Am Rande des weiträumig abgesperrten Areals warteten Eltern voller Sorge auf ihre Kinder. Die Schule wird von Schülern der Jahrgänge neun bis zwölf besucht, sie gilt als angesehen. Viele Schüler schrieben aus dem Schulgebäude SMS-Nachrichten an ihre Eltern und fragten nach Rat, da sie Schüsse gehört hätten. 

Trump äußert sich

US-Präsident Donald Trump ließ sich nach Angaben des Weißen Hauses über die Lage in Florida unterrichten. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen", hieß es in einer Stellungnahme. Das Weiße Haus sagte wegen der Entwicklung in Florida die täglich stattfindende Pressekonferenz mit Regierungssprecherin Sarah Sanders ab. 

Der Vorfall in Florida ist bereits das 19. Vorkommnis mit Schusswaffen an einer Schule in den USA im laufenden Jahr 2018. Erst vor drei Wochen waren in Kentucky zwei Schüler durch Kugeln ums Leben gekommen. Regierung und Parlament haben Forderungen nach einer Verschärfung von Waffengesetzen bisher stets eine Absage erteilt. Das republikanisch regierte Florida gehört zu den Bundesstaaten mit eher laxen Waffengesetzen.

Quelle: n-tv.de