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Seit Diebstahl 1985 verschollen Fahnder finden Kopf römischer Statue

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Um diesen Kopf geht es - Septimius Severus war seit dem Ende des 2. Jahrhunderts römischer Kaiser.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit mehr als 30 Jahren suchen italienische Fahnder den Kopf einer antiken Kaiserstatue. Nun ist er aufgetaucht - sehr, sehr weit außerhalb der Grenzen des einstigen Herrschaftsgebietes des römischen Imperators.

Ein vor rund 35 Jahren gestohlener, wertvoller Kopf einer antiken römischen Kaiserstatue ist bei einem Auktionshaus in New York aufgetaucht. Das berichteten italienische Ermittler und das Kulturministerium in Rom. Der Kopf der Statue von Kaiser Septimius Severus sei 1985 bei einem bewaffneten Überfall auf das Amphitheater in Santa Maria Capua Vetere bei Caserta in Kampanien gestohlen worden.

Septimius Severus hatte von 193 nach Christus etwa zwei Jahrzehnte regiert. Das Kunstwerk sei bei dem Auktionshaus mit einem Wert von rund 400.000 bis 600.000 US-Dollar (356.000 bis 537. 000 Euro) geschätzt und zur Versteigerung angeboten worden, hieß es. Italiens Spezialfahnder zum Schutz des kulturellen Erbes hätten den Kopf dort entdeckt.

Nach der Vorlage von Beweisen für seine Herkunft hätten US-Stellen das Werk beschlagnahmt. Wegen der Corona-Beschränkungen könne der Kopf nicht sofort nach Italien zurückkehren. Doch die Überführung sei geplant. Wie der Kaiserkopf genau über den Atlantik in die USA kam, wurde nicht mitgeteilt.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa