Panorama

Gegen Corona-Regeln verstoßen Familie muss Kreuzfahrt beenden

imago0094892576h.jpg

Die "MSC Grandiosa" wurde in Hamburg gebaut und erst im vergangenen Jahr getauft.

(Foto: imago images/Andre Lenthe)

Kreuzfahrtschiffe können schnell zu Corona-Fallen werden - daher ist es umstritten, dass viele Kähne nun wieder in See stechen. In Italien greift nun die Crew gegen eine Familie durch, die gegen die Regeln verstößt. 

Weil sie gegen die Corona-Regeln des Kreuzfahrten-Betreibers MSC Cruises verstoßen haben soll, hat eine italienische Familie eine Mittelmeer-Kreuzfahrt abbrechen müssen. Die Familie habe sich entgegen der ausdrücklichen Vorgaben während eines Tagesauflugs auf der Insel Capri von ihrer Gruppe abgesetzt, teilte die Reederei mit. Sie sei deshalb nicht mehr an Bord der "MSC Grandiosa" gelassen worden.

MSC Cruises hat als erste große Reederei nach Corona-bedingter Pause die Kreuzfahrten auf dem Mittelmeer wieder aufgenommen. Die "MSC Grandiosa" war am Sonntag mit 70 Prozent der Passagier-Kapazität im Hafen von Genua zu einer siebentägigen Kreuzfahrt gestartet. Mit der geringeren Auslastung und weiteren Corona-Maßnahmen will die Reederei das Risiko für Ansteckungen an Bord reduzieren.

Gesundheitsbehörden hatten die Kreuzfahrtindustrie mehrfach kritisiert, zu langsam auf die Ausbreitung des Virus reagiert zu haben. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in den USA wurden im Laufe der Pandemie 3047 Infektionen an Bord von 48 Kreuzfahrtschiffen festgestellt, die der International Cruise Association (Clia) angehören. In 73 Fällen führten die Infektionen zum Tod.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP