Panorama

Einsatz bei klirrender KälteFeuerwehr muss unterkühlten Mann nachts vom Brocken retten

11.01.2026, 12:33 Uhr
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Eine Wanderung auf den Brocken kann unter den gegenwärtigen Bedingungen sehr gefährlich werden.

Auf dem Brocken herrschen derzeit nachts zweistellige Minusgrade. Die winterlichen Bedingungen wären einem Mann am Wochenende beinahe zum Verhängnis geworden. Feuerwehr und Bergwacht müssen mit Motorschlitten ausrücken.

Nächtlicher Einsatz auf dem Brocken: Weil er unterkühlt bei Eis und Schnee auf dem Brocken festsaß, mussten Feuerwehr und Bergwacht einen Mann vom höchsten Gipfel Norddeutschlands retten. Da aufgrund des Sturmtiefs "Elli" die Brockenstraße nicht geräumt werden konnte, machten sich die Helfer mit mehreren Motorschlitten auf den Weg, wie die Feuerwehr Schierke mitteilte. Oben angekommen, sei ein stark unterkühlter Mann vorgefunden worden.

Er sei nach ersten medizinischen Checks fachgerecht verpackt und nach Schierke transportiert worden. Dort sei er an den Rettungsdienst übergeben worden. Der Einsatz ereignete sich den Angaben zufolge bereits in der Nacht zu Samstag kurz nach Mitternacht. Die Feuerwehr weist darauf hin, dass ohne entsprechende Ausrüstung und alpine Erfahrung insbesondere bei winterlichen Bedingungen akute Lebensgefahr bestehen kann.

Am heutigen Sonntag sorgt ein Ableger des Skandinavienhochs "Bronco" für ruhiges Wetter - letzte Schneeflocken im Erzgebirge und an den Alpen klingen laut RTL/ntv Wetterteam ab. Allerdings fließe kalte Polarluft aus Nordosteuropa ein. Bei teils klarem Himmel kühlt es daher weiter aus. Das bedeutet nachts teils strengen Frost (unter minus 10 Grad, örtlich sogar um minus 20 Grad und tagsüber meist Dauerfrost.

Aber diese Lage hält den Meteorologen zufolge nicht lange an. Über dem Atlantik stünden schon die Tiefs "Franca" und "Gunda" bereit, deren Ausläufer in die westlichen Landesteile Deutschlands ziehen. Mit auffrischendem Wind kommt dahinter sehr milde Luft nach. Zunächst fällt Schnee, der dann in Regen übergeht. Dabei besteht, solange die Böden noch gefroren sind, Glatteisgefahr.

Am Dienstag setzt sich die Milderung demnach fort. Im äußersten Osten und Südosten weicht der Frost nur sehr zögerlich aus den Böden. Dort bleiben noch Glatteisecken übrig. Ansonsten ist es auch in den folgenden Tagen unbeständig und mild. Besonders in den westlichen Landesteilen gibt es auch nachts keinen Frost mehr.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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