Panorama

Brände in Nordamerika Feuerwehrleute sind am Rand ihrer Kräfte

248290046.jpg

Zunehmende Winde und extreme Hitze begünstigten die Ausbreitung der Feuer.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Brände in Kanada und den USA wüten weiter und sind nicht unter Kontrolle zu bringen. Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz. Extreme Temperaturen in den kommenden Tagen könnten die Lage weiter verschärfen.

Die anhaltenden schweren Waldbrände im Westen der USA und in Kanada bringen die Feuerwehrleute an den Rand ihrer Kräfte. Obwohl sie selbst mit mehreren Bränden zu kämpfen hatten, versprachen die kalifornischen Behörden, Verstärkung für die rund 2100 Brandbekämpfer zu schicken, die derzeit im Süden des benachbarten Bundesstaats Oregon gegen das sogenannte Bootleg-Feuer im Einsatz sind. In der ostkanadischen Provinz Ontario hofften die Feuerwehrleute auf Verstärkung aus Mexiko.

Das Bootleg-Feuer ist der derzeit mit Abstand größte Brand in den USA. Dort stand eine Fläche von mindestens der Größe von New York City in Flammen. Erst sieben Prozent davon waren eingedämmt, wie die Behörden-Webseite Inciweb meldete. Aufgrund von Hitze, Dürre und Wind habe sich das Feuer deutlich ausgeweitet, heißt es. Mindestens 20 Häuser wurden demnach zerstört.

Gefährliche Blitzeinschläge

Die Behörden warnten, mehrere derzeit kilometerweit in die Luft reichende "Feuerwolken" könnten zu Blitzeinschlägen und "Feuertornados" führen. "Wir hatten eine Rekordhitze und einfach alle schlimmstmöglichen Bedingungen auf einmal", sagte eine Sprecherin des US-Forstbehörde, Suzanne Flory, der Zeitung "The Oregonian". .

In Kalifornien warnten die Wetterbehörden unterdessen vor mehreren Trockengewittern und gefährlichen Blitzeinschlägen. Während mehrere Gebiete evakuiert wurden, versicherte das Heimatschutzministerium allen illegalen Einwanderern in dem Gebiet, sie sollten sich nicht davor scheuen, Hilfe zu suchen. In Gebieten, in denen Katastrophen- und Notfallhilfe geleistet werde, gäbe es keine Kontrollen.

In Kanada erwarten die Behörden in den kommenden Tagen extreme Temperaturen von Alberta bis Ontario. Für vier westliche Provinzen gab es Warnungen wegen schlechter Luftqualität. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern wären die aktuellen Hitzewellen ohne den Klimawandel nicht denkbar.

Quelle: ntv.de, sbl/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.