Panorama

Dutzende Waldbrände in den USA Flammen bedrohen berühmtes Observatorium

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Unweit des Mount Wilson wütet das Feuer.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Die USA bringen die verheerenden Waldbrände im Westen des Landes nicht unter Kontrolle. In einem Großeinsatz kämpfen Feuerwehrleute nahe des traditionsreichen Mount-Wilson-Observatoriums bei Los Angeles gegen die Flammen. Die Zahl der Toten droht derweil weiter zu steigen.

Ein Waldbrand in Südkalifornien bedroht das historische Mount-Wilson-Observatorium nahe Los Angeles. Nach Angaben der Feuerwehr fraßen sich die Flammen des sogenannten Bobcat-Feuers bis auf mehrere Hundert Meter an das historische Gebäude heran. Mit einem massiven Löscheinsatz am Boden und aus der Luft gingen Einsatzteams gegen die Flammen vor. Die Belegschaft des 116 Jahre alten Observatoriums hat die Anlage vorsichtshalber geräumt.

Mehr als 16.600 Feuerwehrleute kämpften in Kalifornien gegen 25 größere Feuer an, wie die Behörde CAL Fire mitteilte. Auch im nördlich gelegenen Nachbarstaat Oregon tobten mehr als zwei Dutzend Brände. Nach Mitteilung des Weißen Hauses sagte US-Präsident Donald Trump dem schwer betroffenen Staat Katastrophenhilfe zu. Bürger, deren Häuser zerstört wurden, sollen damit über die Katastrophenschutzbehörde Fema Soforthilfe erhalten.

Trump spielt Klimawandel herunter

Die verheerenden Waldbrände im Westen der USA haben in den vergangenen Wochen riesige Flächen Land zerstört, ganze Ortschaften brannten ab, 35 Menschen starben. Ein Anstieg der Opferzahlen wird befürchtet. Trump hatte sich am Montag bei einem Besuch in Kalifornien mit Einsatzkräften und Vertretern der Regierung getroffen.

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Dabei gab der Republikaner erneut dem aus seiner Sicht schlechten Forstmanagement die Schuld an den heftigen Bränden. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom verwies auf die drastischen Folgen des Klimawandels, Trump spielte dies wie schon zuvor herunter. Wissenschaftler sehen es als erwiesen an, dass die Klimakrise Wetterextreme wie Trockenheit und Hitze verschärft.

Die Kandidatin der US-Demokraten für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, machte sich zusammen mit Newsom ein Bild von der Zerstörung durch das Creek-Feuer in der Sierra Nevada. Die politische Führung müsse den Klimawandel ernst nehmen und alles tun, um derartige Schäden abzuschwächen, betonte die Senatorin aus Kalifornien. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hatte Trump am Montag als "Klima-Brandstifter" bezeichnet. Obwohl der "Westen im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen steht", verleugne Trump weiter den Klimawandel, erklärte Biden.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa