Panorama

Restauraunt schließt wegen Virus Gast gibt 10.000 Dollar Trinkgeld

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Bei so wenig Scheinen beließ es der Gast nicht - 500 Dollar bekam jeder der 20 Mitarbeiter - ein Trostpreis angesichts der bereits beschlossenen Entlassung.

(Foto: imago stock&people)

Das Coronavirus sorgt in erster Linie für Unsicherheit, Negativschlagzeilen, Angst. Doch es gibt auch die andere Seite - in den USA zum Beispiel hat sich nun ein Restaurant-Gast außergewöhnlich großzügig gezeigt - für die Mitarbeiter kam das gerade recht, denn am nächsten Tag wurden sie gefeuert.

Großzügige Geste in Krisenzeiten: 10.000 Dollar Trinkgeld hat ein Gast im US-Bundesstaat Florida in einem Restaurant vor dessen Schließung wegen der Coronavirus-Pandemie hinterlassen. "Trotz all der negativen Geschichten, die ihr derzeit hört, gibt es in dieser Welt wirklich fantastische Menschen", schrieb die Restaurantkette Skillets auf ihrer Facebook-Seite.

Medienberichten zufolge besuchte ein Gast eine Skillets-Filiale in der Stadt Naples, bevor eine Anordnung zur Schließung aller Restaurants in Kraft trat. Er hinterließ dann 10.000 Dollar in bar als Trinkgeld, das sich die 20 Mitarbeiter teilten. Jeder von ihnen ging dadurch mit 500 Dollar zusätzlich nach Hause. Für die meisten von ihnen war es der letzte Arbeitstag: Restaurantbetreiber Ross Edlund musste nach eigenen Angaben 90 Prozent der 200 Mitarbeiter in seinen insgesamt neun Restaurants in Florida entlassen.

In zahlreichen US-Bundesstaaten haben die Behörden eine Schließung von Bars und Restaurants angeordnet, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Erlaubt ist nur noch der Außer-Haus-Verkauf. Wegen der Coronavirus-Pandemie verlieren Millionen Menschen in den USA ihre Jobs.

Das ist besonders dramatisch, weil die sozialen Sicherungssysteme in dem Land viel weniger ausgebaut sind als beispielsweise in Europa. Der US-Kongress verabschiedete ein zwei Billionen Dollar schweres Rettungspaket, um die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Krise abzufedern.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP