Panorama

Temer spürt "seltsame Dinge" Geister verjagen brasilianischen Präsidenten

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Böse Geister scheinen den brasilianischen Präsidenten Temer zu jagen - es gibt weitere Korruptionsvorwürfe.

(Foto: REUTERS)

Der brasilianische Präsident Temer empfängt schlechte Schwingungen in seiner Residenz. Aus Angst vor Geistern zieht er deswegen zurück in seinen vorherigen Palast. Vielleicht sitzen ihm aber auch nur die Korruptionsvorwürfe im Nacken.

Nach nur elf Tagen hat Brasiliens Präsident Michel Temer den renovierten Präsidentenpalast wieder verlassen - aus Angst vor Geistern. Nun muss er mit einer Welle des Spotts leben. "Die Energie dort war nicht gut", sagte der 76-Jährige dem Magazin "Veja".

"Der Palácio da Alvorada hat jede Menge Zimmer, acht, alle sehr groß. (...) Ich habe dort seltsame Dinge gespürt und konnte nicht schlafen, von der ersten Nacht an."  Kabarettisten stellten Temers Dialoge mit den Geistern nach - und bei Twitter betonten Nutzer: "Die Geister der Demokratie haben ihn vertrieben."

Eine Anspielung darauf, dass er - als ihr Vizepräsident - durch einen Koalitionsbruch die Mehrheiten für die Absetzung von Präsidentin Dilma Rousseff organisiert hatte. Andere Nutzer meinten, das sei die Strafe für "Putschisten".

Der von Architekt Oskar Niemeyer als erstes Gebäude in der neuen Hauptstadt Brasilia geplante Palast war nach der Amtsenthebung von Rousseff etwas umgebaut worden, damit dort neben Temer und seiner Frau 33-jährigen Marcela, einer früheren Schönheitskönigin, auch ihr gemeinsamer Sohn Michelzinho wohnen kann.

Laut Temer habe sich ihr Sohn als einziger dort wohl gefühlt. Die Familie hatte ohnehin lange gewartet mit dem Umzug aus dem in der Nähe gelegenen Palast des Vizepräsidenten, dem Palacio do Jaburu, in die Residenz des Präsidenten. Nun wohnt Familie Temer wieder im Palacio do Jaburu.

Temer und seine Regierung müssen derzeit auf gute Geister hoffen, da weitere Enthüllungen im Korruptionsskandal um den Baukonzern Odebrecht erwartet werden, die der Justiz schon vorliegen, und wegen der Dimension in Brasilien als "Ende der Welt" bezeichnet werden.

Quelle: n-tv.de, vni/dpa

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