Panorama

Millionenschwere Beute Gestohlene Kronjuwelen wohl im Müll gefunden

Im Sommer verschwinden aus einer Kathedrale in Schweden zwei Kronen und ein Reichsapfel im Wert von mehreren Millionen Euro. Der mutmaßliche Täter steht mittlerweile vor Gericht. Während der Verhandlung taucht die Beute wieder auf – an einen eher ungewöhnlichen Ort.

Nach dem Diebstahl mehrerer historischer Kronjuwelen aus einer schwedischen Kathedrale sind Teile der Beute vermutlich wieder aufgetaucht. Staatsanwältin Reeva Devgun sagte dem Sender SVT, man habe bestimmte Gegenstände gefunden. Es sei jedoch noch unklar, ob es sich tatsächlich um die Kronjuwelen handele.

Laut Polizei deute alles darauf hin, dass man das Diebesgut gefunden habe. Man arbeite daran, dies zu 100 Prozent bestätigen zu können. Devgun reagierte mit ihren Aussagen auf einen Bericht der Zeitung "Aftonbladet". Das Blatt hatte unter Verweis auf nicht näher beschriebene Quellen berichtet, die Kronjuwelen oder Teile von ihnen seien in einer Mülltonne im Raum Stockholm entdeckt worden.

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Im Juli vergangenen Jahres soll der Angeklagte die historischen Kronjuwelen aus dieser Kirche bei Stockholm gestohlen haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Prozess gegen einen jungen Schweden, der sich wegen des mutmaßlichen Diebstahls vor dem Bezirksgericht in Eskilstuna verantworten muss, wurde wegen der Meldungen unterbrochen. Die Verteidigung stimmte dem zu. Zeugen, die aussagen sollten, wurden aber wie geplant vernommen. Der 22 Jahre alte Angeklagte war im September 2018 von der Polizei festgenommen worden.

Ihm wird vorgeworfen, Ende Juli gemeinsam mit einem anderen Mann drei Gegenstände aus dem Dom zu Strängnäs westlich von Stockholm gestohlen zu haben: die Krone und den Reichsapfel des 1611 gestorbenen Königs Karl IX. von Schweden sowie die Krone seiner 1625 gestorbenen Frau, Königin Christine von Holstein-Gottorf. Die drei Kronjuwelen haben einen Schätzwert von 65 Millionen schwedischen Kronen (6,3 Millionen Euro). Planmäßig waren heute eigentlich die Schlussplädoyers in dem Prozess angesetzt gewesen. Um wie viele Verhandlungstage sich das Verfahren nun verlängert, ist bislang unklar.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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