Panorama

"Kokain-König von Mailand" Gesuchter Mafia-Boss in Brasilien verhaftet

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Rocco Morabito ist 2019 aus einem Gefägnis in Uruguay geflohen.

(Foto: AP)

Er galt als einer der meistgesuchten Straftäter Italiens: Zwei Jahre nach seiner Flucht aus einem Gefängnis bekommt die brasilianische Polizei den Mafia-Boss Rocco Morabito zu fassen. Vor seiner Inhaftierung wurde er mehr als zwei Jahrzehnte lang gesucht.

Einer der meistgesuchten Mafia-Bosse Italiens ist nach seiner Flucht aus dem Gefängnis im Jahr 2019 nun in Brasilien festgenommen worden. Rocco Morabito sei bei einer gemeinsamen Operation der brasilianischen Polizei und Interpol in der ostbrasilianischen Küstenstadt Joao Pessoa festgenommen worden, teilte Justizminister Anderson Torres auf Twitter mit.

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Der 54-jährige Morabito, der sogenannte Kokain-König von Mailand, gehört nach Angaben der italienischen Justiz zur kalabrischen Mafia 'Ndrangheta. 2017 war er in Uruguay gefasst worden, 2019 floh er dann aber aus dem Gefängnis, in dem er auf seine Auslieferung nach Italien gewartet hatte. Italien listete Morabito bisher als einen der gefährlichsten Flüchtigen des Landes. Er war mehr als zwei Jahrzehnte lang international gesucht und in Abwesenheit unter anderem wegen Drogenhandels und Mafia-Zugehörigkeit zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Morabito soll vor allem für den Drogenhandel zwischen Südamerika und Mailand verantwortlich gewesen sein. Seit 1995 stand der Mafia-Boss in Italien auf einer Fahndungsliste, von 1988 bis 1994 war er in den internationalen Drogenhandel verwickelt. Dabei soll er unter anderem für den Drogentransport in Italien, für die Verteilung in Mailand und für einen versuchten Transport von 630 Kilo Kokain 1993 aus Brasilien verantwortlich gewesen sein.

Quelle: ntv.de, hek/dpa/AFP

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