Panorama

Im Feuer einer Drogen-Gang Getötete Mormonen womöglich verwechselt

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Neun Menschen kamen bei dem Überfall in Mexiko ums Leben.

(Foto: REUTERS)

Nach einem Überfall und Mord an einer Mormonen-Großfamilie in Mexiko, nehmen die Ermittler ein Drogenkartell ins Visier. Möglicherweise ist die Familie, die auf dem Weg zu einer Hochzeit war, Opfer einer Verwechslung geworden.

Nach dem Massaker an einer Mormonen-Familie, führen die ersten Hinweise auf ein mexikanisches Drogenkartell. Die Behörden des Landes verdächtigen die Gruppierung "La Linea". Möglicherweise hielten die Angreifer ihre Opfer fälschlicherweise für Angehörige eines verfeindeten Verbrechersyndikats.

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Den bisherigen Ermittlungen zufolge habe das Kartell aus dem mexikanischen Bundesstaat Chihuahua eine Gruppe in die bergige Region zwischen Chihuahua und dem benachbarten Bundesstaat Sonora entsandt, um das Eindringen der rivalisierenden Gang "Los Salazar" zu verhindern, sagte Generalstabschef Homero Mendoza. Angehörige der Opfer weisen eine Verwechslung zurück. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Laut mexikanischen Medienberichten sollen die getöteten Mitglieder einer US-Mormonengemeinde auf dem Weg zu einer Hochzeitsfeier gewesen sein. Insgesamt bestand die Familie aus 17 Mitgliedern und stammte aus dem Ort Rancho la Mora. Bei dem Überfall verloren neun Menschen ihr Leben. Acht Kinder überlebten die Schießerei und den Brandanschlag, fünf von ihnen wurden laut Medienberichten in nahegelegene US-Kliniken geflogen. Es grenzt fast an ein Wunder, dass ein nur drei Monate altes Baby lebend unter seiner toten Mutter gefunden worden ist.

Dem FBI würden nun alle Informationen zu dem Fall zur Verfügung gestellt, sagte der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard. Die Generalstaatsanwaltschaft könne das FBI außerdem um weitere Unterstützung bei den Ermittlungen bitten. Beispielsweise könne gemeinsam die Herkunft der verwendeten Waffen untersucht werden.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP/dpa

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