Nur Notbetreuung angebotenGlatteisgefahr: Schulen in ganz NRW bleiben geschlossen

Bereits am Freitag blieben wegen des Sturmtiefs "Elli" viele Klassenzimmer in Nordrhein-Westfalen leer. Nun ordnet Schulministerin Feller einen landesweiten Distanzunterricht an. Die Gefahr durch das befürchtete Glatteis sei zu groß. Auch Niedersachsen stellt den Schulbetrieb ein.
Wegen der Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen gehen die Schulen in Nordrhein-Westfalen am Montag landesweit in Distanzunterricht. In den Schulen werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte das Bildungsministerium in Düsseldorf mit. "Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden" sagte Schulministerin Dorothee Feller. Zudem haben alle Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen den regulären Unterricht wegen erheblicher Glatteisgefahr abgesagt. Darunter sind die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover. Ausnahmen gibt es auf den ostfriesischen Inseln.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor gemahnt, es gebe für Montagmorgen in ganz Nordrhein-Westfalen wie auch in anderen Bundesländern "hohes Unwetterpotenzial" durch gefrierenden Regen. Sorgen macht den Meteorologen eine Warmfront, die nach einer Phase mit strengem Frost viel Regen bringen könnte. Die Regenschauer sollen ab Mitternacht von Westen aus nach Nordrhein-Westfalen hineinziehen. Auf den gefrorenen Böden könne es dann schnell spiegelglatt werden. "Es ist mit teils massiven Auswirkungen zu rechnen", mahnte der DWD.
Die größte Gefahr gebe es zwischen Mitternacht und 10 Uhr - in Ostwestfalen bis 13 Uhr. Laut Wetterdienst sollten sich Schneefälle und gefrierender Regen am Montag im Tagesverlauf weiter nach Ostdeutschland verlagern, während sich die Lage in der Westhälfte allmählich wieder entspannt.
Schon am Freitag war es durch Sturmtief "Elli" in vielen Klassenzimmern in Nordrhein-Westfalen ungewöhnlich leer. Einige Schulen hatten es den Eltern ausdrücklich freigestellt, ob sie ihre Kinder angesichts der starken Schneefälle zur Schule schicken oder daheim lassen.
Ohnehin gelte immer die Regelung, dass Eltern bei extremen und plötzlich auftretenden Witterungsverhältnissen entscheiden könnten, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar sei oder nicht, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Schulministeriums. Wichtig sei nur, die Kinder in einem solchen Fall bei der Schule abzumelden. Schülerinnen und Schüler, die dennoch in die Schule kommen, würden betreut.
Auch in der Region Hannover bleiben die Schulen geöffnet, "ankommende Schüler*innen werden betreut", erklärte die Stadtverwaltung der niedersächsischen Hauptstadt. Präsenzunterricht sei aber abgesagt. "Schulen entscheiden eigenständig über Distanzunterricht."
Bis zum späten Sonntagnachmittag meldeten immer mehr Landkreise und kreisfreie Städte Unterrichtsausfälle für Montag. Die Behörden verwiesen auf die Warnung vor gefährlichem Glatteis am Montagmorgen und die weiterhin angespannte Lage auf vielen Straßen. Ein sicherer Busverkehr sei demnach nicht überall gewährleistet.