Panorama

Hat er die 15-Jährige erstochen? Haftbefehl gegen mutmaßlichen Viersen-Täter

105557009.jpg

Blumen und Kerzen haben Trauernde in der Nähe vom Tatort im Viersener Casinopark abgelegt.

picture alliance/dpa

Kerzen brennen für sie im Viersener Stadtpark. Mitten am Tag, mitten in der Stadt wird eine 15-Jährige erstochen. Jetzt gibt es einen Haftbefehl wegen Mordes gegen den 17-Jährigen Tatverdächtigen. Er selbst sagt aber bisher nichts dazu.

Zwei Tage nach der tödlichen Messerattacke auf eine 15-Jährige im niederrheinischen Viersen ist gegen den festgenommenen Jugendlichen Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Der 17-Jährige sei dringend tatverdächtig, das Mädchen in einem Park in Viersen mit Messerstichen tödlich verletzt zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der mutmaßliche Täter ist in Untersuchungshaft. Bisher schweigt er zu der Tat.

Das Mädchen rumänischer Herkunft war Montagmittag in dem Stadtpark niedergestochen worden und starb später im Krankenhaus. Der 17-Jährige mutmaßliche Täter hatte sich am Dienstagmittag in Begleitung seiner Anwältin auf einer Polizeiwache gestellt. Das Opfer und der Tatverdächtige kannten sich. Wie eng die beiden befreundet waren, das müssen die Ermittlungen zeigen. Der Verdächtige ist bulgarischer Herkunft und wohnt in Viersen. Ermittlungsdetails wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstagvormittag in einer Pressekonferenz mitteilen.

Die Ermittlungen in dem Mordfall hatten in kürzester Zeit mehrere Wendungen genommen. Zeugen hatten die Ermittler mit Fehlinformationen auf die Spur eines 25-Jährigen gebracht, der sich bei der Fahndung unmittelbar nach der Tat auffällig verhalten hatte. Der junge Mann war zuerst auf einer Polizeiwache erschienen. Die Mordkommission ließ ihn aber dann wieder nach Hause gehen.

In kleinen Gruppen kamen am Dienstagabend Dutzende Trauernde in den Park, in dem die Jugendliche mit einem Messer attackiert wurde. Einige stellten Kerzen auf, am Tatort brannten am Abend rund hundert Lichter. Auch Blumen und Briefe wurden dort niedergelegt.

Quelle: n-tv.de, cam/dpa/AFP

Mehr zum Thema