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Streit über "schweres" Mathe-Abi Hamburger Schüler erhalten zweite Chance

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Ob Deutsch oder Englisch, Mathe ist in allen Sprachen schwer.

(Foto: imago/Panthermedia)

In einer Petition begehren Hunderte Abiturienten gegen ihre Mathe-Prüfung auf. Sie sagen, die Anforderungen seien nicht erfüllbar gewesen. Die Hamburger Schulbehörde wertet die Klausur trotzdem, macht den Schülern aber auch ein Angebot.

In Hamburg darf ein Teil der Abiturienten nachträglich versuchen, die Mathe-Note zu verbessern. Die Schulbehörde teilte mit, dass alle 1200 Schüler, die ihre Prüfung in der Stufe "grundlegendes Niveau" abgelegt haben, sich zusätzlich mündlich prüfen lassen können. Sie hätten damit die Chance, ihre Note zu verbessern.

Hintergrund ist ein Streit über den Schwierigkeitsgrad der Prüfungsaufgaben. Die Schulbehörde gab zu, dass sie "relativ schwer" waren. Sie will die Klausuren aber trotzdem normal bewerten. Für etwa 1400 Schüler, die das Mathe-Abitur auf erhöhtem Niveau zu bewältigen hatten, ändert sich nichts. Ihre Aufgaben waren nach Auffassung der Behörde angemessen.

Unmittelbar nach den schriftlichen Mathematik-Prüfungen hatten sich zahlreiche Schüler aus fast allen Bundesländern im Internet über zu schwere Klausuren beschwert. In einer Petition hatten die Hamburger Schüler kritisiert, die Anforderungen seien nicht erfüllbar gewesen. Demnach gab es Aufgabenstellungen, die vorher kaum ein Schüler gesehen hatte, vor allem bei Geometrie und Stochastik. Sie forderten deshalb, dass der Bewertungsmaßstab angepasst wird. Bei einer Befragung erklärten Lehrer später, dass der Notendurchschnitt der Mathe-Klausuren in diesem Jahr tatsächlich eine Note schlechter ausfallen wird als üblich.

Quelle: ntv.de, chr