Panorama

Verkauf von Bitcoins Hessen hofft auf Millionengewinn

Die Bekämpfung von Internetkriminalität hat nicht nur einen sozialen Nutzen, sondern manchmal auch einen monetären: Hessische Fahnder beschlagnahmen vor drei Jahren Bitcoins bei einer Razzia. Nun steht deren Verkauf an – der dürfte sich ordentlich lohnen.

Das Land Hessen hofft auf einen Millionengewinn durch den Verkauf von vor Jahren beschlagnahmten Bitcoins. "Die Veräußerung soll in den nächsten Tagen stattfinden", sagte der Staatsanwalt bei der Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität in Gießen, Benjamin Krause, dem "Tagesspiegel". Damit wolle das Land einem möglichen Wertverfall der Internetwährung zuvorkommen.

Dem Bericht zufolge waren bei einer Razzia, die 2014 zur Schließung des Online-Drogenmarktplatzes Hydra führte, 126 Bitcoins beschlagnahmt worden. Damals waren sie knapp 50.000 Euro wert. Der Kurs der Digitalwährung ist aber in den letzten Monaten rasant gestiegen. Allein zwischen den Monaten September und Dezember diesen Jahres stieg der Wert eines Bitcoin von 5000 auf 15.000 Euro. Daher beträgt der Wert der beschlagnahmten Bitcoins inzwischen 1,9 Millionen Euro. Nun sollen sie verkauft werden, bevor der Kurs womöglich wieder einbricht. "Wir behandeln Bitcoins wie verderbliche Güter und verkaufen sie im Rahmen einer Notveräußerung", sagte Krause.

Wie viele Bitcoins sich insgesamt, etwa durch Beschlagnahmungen, im Besitz staatlicher Stellen befinden, ist bislang nicht bekannt. Das Bundeskriminalamt (BKA) will nun aber Daten dazu zusammentragen. "Wir wollen in der Kriminalstatistik nächstes Jahr auch erstmals beschlagnahmte Bitcoin ausweisen", hieß es laut "Tagesspiegel" dazu aus dem BKA.

Quelle: ntv.de, hny/AFP