Panorama

Nicht die erste Wahl Immer weniger Deutsche ziehen in die USA

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Die USA ziehen weniger auswanderungswillige Deutsche als in den vergangenen Jahren an.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Das Land der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten ist schon länger nicht mehr die erste Wahl für auswanderungswillige Deutsche. Zum ersten Mal seit fast drei Jahrzehnten fällt die Zahl nun unter die 10.000er Marke. Dennoch zählen die USA immer noch zu den drei beliebtesten Abwandererzielen.

Die USA haben an Attraktivität für auswanderungswillige Deutsche eingebüßt. Im vergangenen Jahr gaben erstmals seit 1982 weniger als 10.000 ihren Wohnsitz hierzulande auf, um in die Vereinigten Staaten zu ziehen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. So gingen 9782 der insgesamt 270.294 deutschen Auswanderer in die USA, was einem Anteil von 3,6 Prozent entspricht. 2016 - dem letzten Jahr der US-Präsidentschaft von Barack Obama - erkoren noch 12.781 oder 4,5 Prozent der damals 281.411 Auswanderer die Vereinigten Staaten zu ihrem neuen Zuhause.

"Trotz sinkender Tendenz zählten die USA im vergangenen Jahr noch immer zu den Top-drei-Abwanderungszielen", so das Bundesamt. "Nur in die Nachbarländer Schweiz (16.340) und Österreich (11.904) zog es mehr Deutsche." Bereits seit 2015 wanderten von Jahr zu Jahr weniger Deutsche in die Vereinigten Staaten ab. 2004 belegten sie letztmals den ersten Platz der Beliebtheitsskala der Auswanderungsziele. Damals zogen 12.976 Deutsche dorthin.

Seit 2017 ziehen mehr Personen von den Vereinigten Staaten nach Deutschland als umgekehrt. Zuvor war seit 1991 durchgängig eine Nettoauswanderung deutscher Personen in die USA verzeichnet worden. "Ob der Umzug in die Vereinigten Staaten von Dauer ist oder die USA nur Wahlheimat für einen begrenzten Zeitraum sind, kann zum Zeitpunkt des Fortzugs sicherlich nicht immer beantwortet werden", betonten die Statistiker. 2019 zogen 19.186 US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner nach Deutschland. Das waren allerdings 1087 Zuzüge weniger als im Jahr davor.

Wer sich einbürgern lasse, sei in den Vereinigten Staaten auf Dauer angekommen. 2019 ließen sich 4745 Personen aus Deutschland dort einbürgern. Umgekehrt haben 1205 US-Amerikaner die deutsche Staatsangehörigkeit erworben - das aber waren 62 Prozent mehr als 2018.

Quelle: ntv.de, cri/rts/dpa