Panorama

Opfer eines VerbrechensIn Wiener Keller vergrabene Leiche nach 25 Jahren gefunden

10.12.2024, 17:43 Uhr
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Die Polizei veröffentlichte Fotos von dem Jogginganzug und bat die Bevölkerung um Mithilfe. (Foto: dpa)

Während einer Kellersanierung in Wien entdecken Bauarbeiter einen verdächtigen Müllsack, darin eine Leiche. Nun ist klar, dass der Körper dort schon 25 Jahre vergraben ist. Auch zum Tathergang haben die österreichischen Ermittler bereits eine Idee.

Nach 25 Jahren ist in einem Keller in Wien die vergrabene Leiche eines Mannes gefunden worden, der offensichtlich getötet wurde. Der Mann sei einem Verbrechen zum Opfer gefallen und die Leiche ohne Kopf in dem Keller versteckt worden, teilte die Polizei mit.

Die Leiche war bereits im April bei Umbauarbeiten in einem Mehrparteienhaus entdeckt worden. Seitdem vorgenommene Untersuchungen ergaben den Angaben zufolge nun, dass sie bereits vor rund einem Vierteljahrhundert im Kellerboden vergraben wurde.

Bei dem Verbrechensopfer handele es sich den Untersuchungen zufolge um einen etwa 30 Jahre alten Mann, dessen Identität bisher nicht geklärt werden konnte, erklärte die Polizei. Die mit einem roten Jogginganzug bekleidete Leiche sei luftdicht in Plastiksäcken verpackt und im Erdboden verscharrt worden.

Das Wiener Landeskriminalamt hatte einen möglichen Tathergang bereits rekonstruiert. Demnach soll es einen erbitterten Kampf zwischen Opfer und Mörder gegeben haben. Tiefe Schnittwunden an Armen und Händen ließen auf Abwehrspuren schließen, berichtet die "Kronen Zeitung". Der Killer habe seinem Opfer zahlreiche Messerstiche von hinten in den Nacken zugefügt. Diese seien schließlich tödlich gewesen.

Motiv und Identität des Toten sind aber weiterhin unklar. Die Polizei veröffentlichte Fotos von dem Jogginganzug und bat die Bevölkerung um Mithilfe. "Es wird in diesem Zusammenhang um Hinweise gebeten, die mit einem bislang ungeklärten Verschwinden oder einer (bedenklichen) Abgängigkeit einer Person, die mit den obenstehenden Fakten und der Beschreibung übereinstimmt, in Verbindung gebracht werden können. Insbesondere sollen auch Personen angesprochen werden, denen sich die unbekannte Täterschaft in den Jahren seit der Tat möglicherweise anvertraut haben könnte", so die Wiener Polizei.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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