Panorama

Bluttat in Nordrhein-Westfalen Jugendlicher soll Mitschüler getötet haben

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Einsatzkräfte der Polizei vor der Schule an der Dammwiese.

(Foto: dpa)

An einer Schule im nordrhein-westfälischen Lünen stirbt ein Schüler. Die Polizei nimmt einen ehemaligen Mitschüler fest. Medienberichten zufolge hat der verdächtige Jugendliche das Opfer nach einem Streit erstochen.

An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule im nordrhein-westfälischen Lünen ist ein Schüler getötet worden. Die Tat ereignete sich heute Morgen um kurz nach acht Uhr. Nach einer kurzen Fahndung nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Der 15-Jährige habe das 14-jährige Opfer nach einem Streit erstochen, schreibt die "Welt". Wiederbelebungsversuche seien erfolglos gewesen. Laut "Ruhrnachrichten" stach der Täter, der die deutsche und die kasachische Staatsangehörigkeit besitzt, seinem Opfer in den Hals.

Die Ermittler machten keine Angaben zur verwendeten Waffe, zum Tathergang und den Verletzungen des Opfers. Die Gewalttat war demnach kein Amoklauf: "Das ist, glaube ich, auszuschließen", sagte der ermittelnde Staatsanwalt Heiko Artkämper. Es soll sich um eine Einzeltat gehandelt haben. Die Spurensuche und die Ermittlungen vor Ort dauern an, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Angaben zur Herkunft der Täter liegen bislang nicht vor.

Seelsorger kümmerten sich um Angehörige sowie Schüler und Lehrer. Zusätzlich zur Notfallseelsorge waren drei Schulpsychologen vor Ort. Die Schulleitung und Vertreter der Bezirksregierung kamen laut "Ruhrnachrichten" zu einer Krisensitzung zusammen.

Der Kampf gegen Kinder- und Jugendkriminalität ist ein aktuelles Thema in Nordrhein-Westfalen. Der frühere Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) bezeichnete ihn als "eine der wichtigsten Aufgaben der NRW-Polizei". Im Jahr 2016 war jeder fünfte Straftäter jünger als 21 Jahre, die Zahl war im zweiten Jahr in Folge wieder angestiegen.

Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule beschreibt sich auf ihrer Facebook-Seite als "Schule, in der alle Kinder willkommen sind, gern miteinander leben und voneinander lernen". Die Einrichtung verfolge einen ganzheitlichen Ansatz mit "friedlichem Umgang miteinander".

Quelle: ntv.de, rpe/dpa