Panorama

Fast doppelt so viel wie 2008 Junge Deutsche konsumieren mehr Cannabis

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Besonders verbreitet ist Cannabis-Konsum bei jungen Männern zwischen 18 und 25.

(Foto: picture alliance/dpa)

Unter jungen Menschen in Deutschland wird Kiffen immer beliebter - und das schon seit zehn Jahren, wie aktuelle Zahlen belegen. Eine Gruppe ist besonders gefährdet. Die Bundesregierung zeigt sich besorgt.

Der Cannabiskonsum unter jungen Leuten in Deutschland ist weiter gestiegen. In einer Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2018 gaben 22 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis genommen zu haben. 2016 waren das 16,8 Prozent und 2008 nur 11,6 Prozent.

Ein Anstieg ist auch bei den 12- bis 17-Jährigen zu beobachten. Acht Prozent der Jugendlichen haben nach eigenen Angaben mindestens einmal in den vergangenen zwölf Monaten Cannabis konsumiert. Im Jahr 2016 waren es 6,9 Prozent und 2011 nur 4,6 Prozent.

"Die Anstiege des Cannabiskonsums bei jungen Menschen geben Anlass zur Sorge", erklärte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Besonders verbreitet sei der Konsum unter 18- bis 25-jährigen Männern. Nahezu jeder Zweite gibt demnach an, schon einmal Cannabis genommen zu haben.

Regierung will mehr Aufklärung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, CSU-Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler, warnte erneut vor den Gefahren der Droge. "Wer behauptet, Cannabis ist ungefährlich, der irrt sich gewaltig." Cannabis sei eine Droge mit hohen gesundheitlichen Risiken. Daher führe eine Debatte um Legalisierung völlig am Ziel vorbei.

Mortler setzt stattdessen auf mehr Aufklärung. "Wir möchten erreichen, dass mehr Jugendliche über die Gefahren Bescheid wissen und nicht aus Gruppenzwang oder Neugierde noch leichter an den Stoff herankommen."

Quelle: n-tv.de, agr/AFP

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