Panorama

Grenze beim Joggen übertreten Junge Touristin war zwei Wochen in US-Haft

Cedella Roman wurde in ein 200 Kilometer entferntes Aufflanglager gebracht (Archivbild).

Cedella Roman wurde in ein Aufflanglager gebracht.

(Foto: picture alliance/dpa)

In den USA werden derzeit alle illegalen Einwanderer an der Grenze verhaftet und in Auffanglager gebracht. Diese Erfahrung musste auch eine 19-jährige Französin machen. Dabei wollte sie eigentlich nur am Strand joggen.

Für eine junge Französin hat ein Strandlauf in Kanada mit einem zweiwöchigen Gefängnisaufenthalt geendet: Die 19-Jährige hatte an der Pazifikküste unabsichtlich die Staatsgrenze zu den USA überquert und wurde daraufhin von zwei US-Grenzpolizisten festgesetzt, wie der kanadische Sender CBC berichtete.

Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme habe Cedella Roman, die gerade ihre Mutter in Kanada besuchte, keine Ausweispapiere bei sich gehabt. Sie sei deshalb in ein 200 Kilometer entferntes Auffanglager gebracht worden.

Das Missgeschick ereignete sich am Abend des 21. Mai. Die Joggerin sei an einem Strand südlich der kanadischen Stadt White Rock im Bundesstaat British Columbia unterwegs gewesen. Dass sie bei ihrem Lauf die Grenze zum Nachbarstaat USA überquerte, habe die Französin gar nicht bemerkt. Als sie von der Grenzpolizei aufgegriffen wurde, habe sie den Ernst der Lage zunächst unterschätzt.

Zwei Wochen Auffanglager

"Ich hab mir gesagt, naja, vielleicht habe ich die Grenze überquert - aber wahrscheinlich bekomme ich dafür eine Geldstrafe, oder sie bringen mich zurück nach Kanada, oder ich bekomme eine Verwarnung", sagte Roman dem Sender CBC. Obwohl Romans Mutter Christiane Ferne die Ausweisdokumente schnell nachreichte, dauerte es dann noch zwei Wochen bis zur Freilassung der jungen Frau.

Die US-Zoll und Grenzschutzbehörde bestätigte Romans Entlassung am 6. Juni. Jeder, der die Grenze illegal überquere, werde verhaftet, erklärten die US-Behörden dem Sender CBC - unabhängig davon, ob dies absichtlich oder versehentlich geschehen sei.

Quelle: n-tv.de, lri/AFP

Mehr zum Thema