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Heftige Attacke in Australien Känguru zerstört Frau die Brustimplantate

Sharon Heinrich.PNG

Die Australierin Sharon Heinrich liegt nach der Känguru-Attacke im Krankenhaus.

Screenshot Twitter @abcnews

Das Clare Valley im Süden Australiens ist ein beliebtes Ziel von Touristen. Bei aller Idylle ist beim Besuch der Weingegend jedoch Vorsicht geboten. Die Begegnung mit einem übermütigen Känguru endet für eine Radlerin äußerst schmerzhaft.

Bei einer Fahrradtour in Südaustralien hat sich eine Frau über die Begegnung mit einem Känguru gefreut - bis das übermütige Tier sie ansprang, ihre Rippen verletzte und sogar ihre Brustimplantate zerstörte. "Ich sah es und dachte, oh wie süß, da war es auch schon auf mir drauf", sagte Sharon Heinrich der Zeitung "Northern Argus".

Heinrich radelte mit einer Freundin auf der idyllischen Riesling-Strecke im Clare Valley, als das Beuteltier auf sie zuhüpfte. "Ich bin 1,63 Meter groß, und es war größer als ich und so schwer", berichtete die 45-Jährige. "Als es auf mir gelandet war, sprang es erneut ab, was alles noch schlimmer machte." Dann sei das Känguru auf ihre Freundin gehüpft und wieder in der Wildnis verschwunden, berichtete die Radlerin dem Sender ABC.

Heinrich blieb nach eigenen Angaben mit zerstörten Brustimplantaten, drei angeknacksten Rippen, Hautabschürfungen und einem tauben Bein zurück, während ihre Freundin eine Gehirnerschütterung erlitt.

Schmerzen nach der Attacke

Die zerstörten Implantate bereiteten Heinrich die größten Schmerzen. Sie bestünden aus Silikon und einer Salzlösung, sagte die 45-Jährige. Während die Salzlösung einfach vom Körper ausgeschieden werde, werde das Silikon im Körper fest und schmerze im Bereich der angeknacksten Rippen. Sie werde sich in Kürze in Adelaide operieren lassen, kündigte Heinrich an.

Von einer Fahrradtour auf der Riesling-Strecke durch die Weinberge des Clare Valley wollte sie nicht abraten. Der Ausflug sei vor der Begegnung mit dem Känguru "wunderschön" gewesen. Dennoch mahnte sie Touristen zur Vorsicht: "Ich bin überzeugt, dass entlang der Strecke Schilder aufgestellt werden müssen, die vor den Tieren warnen", sagte Heinrich. "Sie springen ohne Warnung einfach hoch, man sollte sehr vorsichtig sein." Im Normalfall kommen Känguru-Attacken auf Menschen äußerst selten vor.

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Quelle: n-tv.de, cri/AFP

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