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Die deutsche Wirtschaft brummt, aber nicht alle haben etwas davon.
Die deutsche Wirtschaft brummt, aber nicht alle haben etwas davon.(Foto: imago/Science Photo Library)
Dienstag, 14. November 2017

Deutsche gerade sehr entspannt: Kaum Sorgen bei der "Generation Mitte"

Den 30- bis 59-Jährigen in Deutschland geht es gut, so gut wie noch nie sogar. Das sorgt für Gelassenheit und Zufriedenheit. Für die neue Bundesregierung bleibt trotzdem einiges zu tun.

Die Generation Mitte, das sind die 30- bis 59-Jährigen. Sie stehen zumeist im Berufsleben, sind ein Großteil der Steuerzahler und Wähler. Und sie leben angesichts der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland beruhigter als in den Jahren zuvor. Sie machten sich geringere Sorgen um ihren Lebensstandard und hätten etwas weniger Angst vor Arbeitslosigkeit als in den Vorjahren, lautet das Ergebnis einer repräsentativen Allensbach-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

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"Dank der anhaltend guten Konjunktur ist die Generation Mitte mit ihren Lebensumständen so zufrieden wie seit vielen Jahren nicht mehr", sagte Allensbach-Chefin Renate Köcher bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Gefragt nach den Stärken Deutschlands nannten die meisten zuerst das kulturelle Angebot (83 Prozent) und die hohe Lebensqualität (80). Nicht weit dahinter lag die "Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen" mit 69 Prozent.

Trotzdem nicht alles gut

Im Vergleich zu 2016 sind die Anforderungen an den Arbeitsplatz teilweise bemerkenswert gewachsen. 76 Prozent der Befragten legen Wert auf eine gute Altersversorgung (plus 9 Prozent), wenig Überstunden (65 Prozent, plus 10), einen kurzen Arbeitsweg (63 Prozent, plus 9), ein hohes Einkommen (57 Prozent, plus 9) und flexible Arbeitszeiten (56 Prozent, plus 8).

Der Umfrage zufolge bewerteten vier von fünf Befragten (79 Prozent) ihre Lebensqualität insgesamt als gut oder sehr gut (plus 4 Punkte zu 2016). 77 Prozent sehen jedoch in der Verteilung von Einkommen und Vermögen den Hauptschwachpunkt für Deutschland. Und das obwohl vier von zehn Befragten sagten, dass sich ihre Lebensqualität in den vergangenen fünf Jahren verbessert habe, 17 Prozent sprachen von einer Verschlechterung. Für jeden Dritten der 30- bis 59-Jährigen hat sich demnach die wirtschaftliche Lage in den vergangenen fünf Jahren verbessert, für 17 Prozent hingegen verschlechtert.

Andere Schwachpunkte sind das Pflegesystem und der Umgang mit Pflegebedürftigen (66 Prozent), die Bürgerbeteiligung an politischen Entscheidungen (64 Prozent) und erst auf Platz 4 folgt mit 62 Prozent die Integration von Zuwanderern. Deshalb soll sich die neue Bundesregierung auch besonders um ein bezahlbares und zukunftssicheres Gesundheitssystem kümmern (84 Prozent), um die Verringerung der sozialen Unterschiede zwischen Arm und Reich (79 Prozent) und um die Terrorismus- und Kriminalitätsbekämpfung (78 Prozent).

Vor allem bei ärmeren Menschen fällt auf, dass sie kaum darauf vertrauen, dass der Staat ihre Interessen ausreichend berücksichtigt. 54 Prozent haben nur wenig Vertrauen, während in der Gruppe mit dem hohen sozioökonomischen Status lediglich 27 Prozent wenig Vertrauen haben. 38 Prozent der Ärmeren verbinden mit dem Staat Negatives wie Regeln, Vorschriften und Steuern. Das ist nur bei 18 Prozent der Reicheren so.

Quelle: n-tv.de

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