Panorama

Kinder in Lateinamerika gerettetPolizei nimmt riesigen Kindesmissbrauchsring hoch

05.03.2026, 21:51 Uhr
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Die Ermittler nahmen in insgesamt neun Ländern Verdächtige fest. (Foto: Interpol)

Ein Jahr lang ermittelt Interpol unter anderem in Mexiko und Costa Rica zu sexuellem Kindesmissbrauch. Nun gelingt der Operation "Eclipse" ein Erfolg: Die Behörden retten 65 Opfer - meist Mädchen zwischen fünf und 13 Jahren. 60 Verdächtige werden festgenommen.

Eine internationale Polizeiaktion gegen Kindesmissbrauch hat in Lateinamerika zur Identifizierung und Rettung von 65 Opfern geführt. Wie die Organisation Interpol in Lyon mitteilte, wurden im Zuge der von ihr koordinierten Ermittlungen in neun Ländern 60 Verdächtige festgenommen.

Bei der Operation "Eclipse" sei gegen die Herstellung und Weiterverbreitung von Material vorgegangen worden, das sexuellen Missbrauch von Kindern zeigt. Die Opfer waren laut Interpol hauptsächlich Mädchen im Alter von fünf bis 13 Jahren. Unter den mutmaßlichen Tätern hätten sich häufig Familienangehörige, Freunde, Nachbarn, Lehrer, ausländische Reisende und Online-Betrüger befunden. Ermittelt wurde ein Jahr lang in Belize, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua und Panama.

Auch alte ungelöste Fälle, in denen die Opfer zum Zeitpunkt des Missbrauchs minderjährig waren, konnten erfolgreich wieder aufgegriffen werden. "Bei der Verfolgung älterer Fälle geht es nicht nur darum, Gerechtigkeit zu üben und Opfer zu schützen", sagte Cyril Gout, amtierender Direktor für Polizeidienste bei Interpol, "sondern auch darum, weiteren Schaden zu verhindern."

Quelle: ntv.de, spl/AFP

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