Panorama

Illegal Après-Ski gefeiert Kitzbühel zieht Konsequenzen nach Party-Video

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Im Luxus-Skiort Kitzbühel zieht die Polizei von nun an in "Dauerschleife durch die Stadt", so die Behörden.

(Foto: imago/Stefan Zeitz)

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Kitzbühel gehört zu den höchsten in ganz Österreich. Einigen ist das offenbar egal: Sie feiern ausgelassen in einem Après-Ski-Lokal. Ein Video der verbotenen Party sorgt für Entrüstung. Der Ort verschärft deswegen nun die Maßnahmen.

Der österreichische Luxus-Skiort Kitzbühel will scharf gegen Après-Ski-Partys vorgehen, die wegen der Corona-Pandemie verboten sind. Die Bezirksbehörde kündigte an, dass die Außengastronomie bis Ende der Woche geschlossen bleiben muss - also auch während der traditionellen Weltcup-Skirennen der Herren am Wochenende. Außerdem sollen Polizeistreifen "in Dauerschleife durch die Stadt ziehen", um Lokale und Bars zu kontrollieren, sagte Bezirkshauptmann Michael Berger dem Sender ORF.

Ausgelöst wurden die strengeren Maßnahmen durch ein Video einer Après-Ski-Party. Derzeit sind der Barbetrieb und das Servieren ohne zugewiesene Sitzplätze in allen österreichischen Lokalen verboten. Ein Unternehmer, der als Gast in einer Bar in Kitzbühel war, hatte Aufnahmen von dicht gedrängt Feiernden vor wenigen Tagen online geteilt.

Eine Welle der Entrüstung folgte. "Das ist völlig inakzeptabel. So etwas können wir nicht dulden", sagte Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger warnte, dass Gastronomen Corona-Hilfsgelder zurückzahlen müssen, wenn sie sich nicht an die Regeln hielten.

Kitzbühel meldete zuletzt Inzidenz von 3600

Einige Skiregionen in Österreich weisen die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen im Alpenland auf. Im Bezirk Kitzbühel lag die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner zuletzt bei etwa 3600 - fast dreimal so hoch wie der bundesweite Wert. Laut der staatlichen Gesundheitsagentur Ages sind 70 bis 80 Prozent der Corona-Infektionen im Freizeitbereich in Österreich auf Lokalbesuche von Skifahrern zurückzuführen.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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