Notruf erst nach drei Tagen Küstenwache sucht 66-jährigen Segler nach Sturz ins Mittelmeer
Küstenwache sucht 66-jährigen Segler nach Sturz ins Mittelmeer
Ein 66-jähriger Spanier soll von einem Segelboot ins Mittelmeer stürzen. Seine Frau kann ihn trotz Hilferufe nicht zurück an Bord holen. Erst drei Tage später setzt sie einen Notruf ab. Einsatzkräfte suchen weiter nach dem vermissten Unternehmer.
Vor der griechischen Küste wird ein 66-jähriger Unternehmer aus Spanien vermisst, nachdem er beim Segeln von Sizilien zur griechischen Halbinsel Peloponnes über Bord gegangen ist. Nach Angaben seiner Ehefrau rutschte der Mann am Dienstag beim Reinigen eines großen Thunfischs auf dem blutverschmierten Deck aus und stürzte ins Meer. Dies berichtete der griechische öffentliche-rechtliche Rundfunk unter Berufung auf Kreise der Küstenwache.
Nach Angaben der Frau, die mit an Bord war, hörte sie ihren über Bord gefallenen Mann noch rufen, sie solle den Motor des Segelbootes ausschalten, hieß es weiter. Obwohl sie einen Bootsführerschein besitze, sei sie in Panik geraten und habe das Boot nicht rechtzeitig stoppen können. Das Schiff habe sich dadurch von der Stelle, an der ihr Mann ins Wasser gefallen war, entfernt.
Zudem habe das Boot sich in einem Gebiet ohne Mobilfunkempfang befunden, sodass die Frau zunächst keinen Notruf habe absetzen können. Unklar ist, warum sie es nicht per Funk machte. Im Sommer wimmelt es in der Region von Segel- und anderen Booten. Als sie wieder Handy-Empfang gehabt habe, habe sie einen Freund der Familie in Spanien kontaktiert. Zu diesem Zeitpunkt waren nach ihren Angaben bereits drei Tage seit dem Sturz ins Meer vergangen.
Das Segelboot wurde inzwischen in den griechischen Hafen von Pylos gebracht. Die Frau befindet sich dort bei ihrer Familie und steht nach Angaben griechischer Medien unter Schock. Die Suche nach dem 66-Jährigen läuft weiter. Griechische Behörden und vorbeifahrende Boote und Schiffe prüfen nach eigenen Angaben alle verfügbaren Hinweise, um den Vermissten zu finden.