Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ Laschet wirbt mit Biergarten-Vergleich für Kita-Öffnungen +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat für den in seinem Bundesland geplanten Start eines eingeschränkten Regelbetriebs in den Kitas geworben. "Und wenn man sieht, dass inzwischen in Bayern Biergärten geöffnet haben, dann finde ich, haben auch die Kinder wieder Betreuung verdient", sagte der CDU-Politiker in der Sendung "ARD Extra". Er habe immer dafür plädiert, abzuwägen, "welche Schäden richten wir auch an, wenn Kinder jetzt seit über acht Wochen nicht mehr in den Kitas waren. Und dem versuchen wir jetzt, ein wenig Rechnung zu tragen". In Nordrhein-Westfalen sollen alle Kinder ab dem 8. Juni wieder in ihre Kitas und die Tagespflege zurückkehren können - in einem eingeschränkten Regelbetrieb.

+++ Tesla lässt Klage gegen Corona-Einschränkungen fallen +++
Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat die Klage gegen die Ausgehbeschränkungen in der Corona-Krise am Standort seines Stammwerks in Kalifornien fallengelassen. Der Richter stellte das Verfahren daraufhin ein, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Tesla hatte den Bezirk Alameda County vor gut zehn Tagen verklagt, weil die Vorschriften zur Coronavirus-Eindämmung aus Sicht der Firma die Wiederaufnahme der Produktion ungerechtfertigterweise verhinderten. Tesla-Chef Elon Musk hatte damals auch angekündigt, das Werk in einem Verstoß gegen die Vorschriften einfach wieder zu öffnen. Inzwischen erlaubte das Gesundheitsamt im Alameda County, dass Tesla das Hochfahren des Werks vorbereiten und dafür auch mehr Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz holen darf. Unklar ist bisher, wie viele der rund 10.000 Beschäftigten wieder in die Fabrik kommen.

+++ WHO meldet weltweites Rekordhoch bei täglichen Neuinfektionen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine neue weltweite Rekordzahl täglicher Neuinfektionen gemeldet. "In den vergangenen 24 Stunden wurden der WHO 106.000 Fälle gemeldet - die höchste Zahl an einem einzigen Tag seit Beginn der Epidemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Gesundheitsbehörde befürchte insbesondere schwerwiegende Folgen für ärmere Länder, hieß es weiter. "Wir haben bei der Covid-19-Pandemie noch einen langen Weg vor uns", sagte Tedros. "Wir sind sehr besorgt über die steigende Zahl von Fällen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen", sagte der WHO-Chef weiter. Dort sei das Gesundheitssystem schwach oder nicht vorhanden, zudem seien notwendige Maßnahmen wie Distanzregeln schwieriger umzusetzen. Fast zwei Drittel der binnen 24 Stunden gemeldeten Fälle wurden laut Tedros aus vier Ländern gemeldet. Der WHO-Chef gab jedoch nicht an, um welche Staaten es sich dabei handelte. Laut der Internetseite der Organisation handelte es sich im letzten WHO-Bericht um die USA, Russland, Brasilien sowie Saudi-Arabien.

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+++ 21:43 US-Notenbank sieht Gefahr weiterer Ausbruchswellen +++
Die US-Notenbank Fed befürchtet den Protokollen der jüngsten Sitzung von Ende April zufolge weitere Wellen der Coronavirus-Epidemie. Eine Reihe von Teilnehmern sehe "kurz- oder mittelfristig eine substanzielle Wahrscheinlichkeit von zusätzlichen Wellen des Ausbruchs", heißt es in den am Mittwoch veröffentlichten Mitschriften. Die Fed hatte angekündigt gegen die von der Krise ausgelöste Rezession alles in die Waagschale zu werfen. Die Währungshüter hatten Ende April zwar den Leitzins in der Spanne von null bis 0,25 Prozent belassen.

+++ 21:15 Studie: Jeder fünfte Stockholmer hat bereits Antikörper +++
Mehr als jeder fünfte Bewohner der schwedischen Hauptstadt Stockholm hat Antikörper gegen das Coronavirus gebildet. Das ist das Zwischenergebnis einer noch laufenden Studie der staatlichen Gesundheitsbehörde, welche die Erkenntnisse veröffentlichte. Demnach zeigte sich in der am schlimmsten von der Pandemie betroffenen schwedischen Stadt, dass 7,3 Prozent der Ende April mehr als tausend zufällig Getesteten über Antikörper verfügte. Bei der Hochrechnung des Bevölkerungsanteils mit Antikörpern wurde berücksichtigt, dass die Tests bereits einige Woche zurückliegen und dass es einige Wochen dauert, bis der Körper Antikörper gegen den Erreger entwickelt. Bis Mittwoch hatten sich in Schweden mindestens 31.523 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3831 Menschen starben.

+++ 20:49 Spanien verlängert umstrittenen Notstand +++
Im Corona-Hotspot Spanien ist der Lockdown trotz heftigen Widerstands der Opposition und zunehmender Proteste verärgerter Bürger zum fünften Mal verlängert worden. Das Parlament in Madrid nahm einen entsprechenden Antrag der linken Regierung mit knapper Mehrheit an. Der bereits seit Mitte März geltende Alarmzustand samt strenger Ausgehbeschränkungen wird nach dieser Entscheidung mindestens bis 24.00 Uhr am 6. Juni anhalten. Die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte den "Estado de alarma", die dritthöchste Notstandsstufe des Landes, eigentlich gleich um einen ganzen Monat verlängern lassen. Dafür bekam sie aber nicht genug Unterstützung.

+++ 20:26 Infiziertenzahl in Deutschland sinkt weiter +++
In Deutschland ist die Zahl der aktuell Infizierten laut einer Zählung von ntv.de auf 13.580 gefallen. 8146 Personen sind bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Das sind bisher 814 Infektionsfälle und 65 Tote mehr als am Vorabend. Die Zahl der Genesenen liegt bei 154.760.

+++ 20:16 Frankreich meldet 110 weitere Todesfälle +++
Frankreich meldet 418 Neuinfektionen, insgesamt damit 143.845. Die Zahl der Todesfälle stieg um 110 auf 28.132.

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+++ 19:46 Virologe Kekulé: Bei Lockerungen nimmt man Opfer in Kauf +++
Der Virologe Alexander Kekulé mahnt angesichts der vielen neuen Forderungen nach Lockerungen der Corona-Beschränkungen zur Vorsicht. "Da riskiert man letztlich am Ende des Tages immer Tote - ob man Urlaub fordert, ob man Altenheimbesuche fordert", sagte er im Podcast "Kekulés Corona-Kompass" von "MDR Aktuell". Gleiches gelte für die Forderung nach Schul- und Kitaöffnungen. Dabei nehme man Opfer in Kauf. "Das muss man so brutal sagen." Man könne aber auch nicht um jeden Preis alle Opfer verhindern. "Das wäre gesellschaftlich nicht vertretbar." Ein perfekter Schutz sei nicht möglich. Mehrere medizinische Fachgesellschaften hatten eine umgehende und unbeschränkte Wiederöffnung von Schulen und Kitas gefordert. In einer gemeinsamen Stellungnahme riefen unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte trotz Corona-Pandemie dazu auf.

+++ 19:26 Apple und Google bringen Corona-Warn-Apps voran +++
Die Smartphone-Schnittstellen von Google und Apple für Corona-Warn-Apps sind offiziell verfügbar. Bisher wurde der Zugang dazu 22 Ländern zugesagt, wie die Unternehmen mitteilten. Weitere dürften in den kommenden Wochen hinzukommen. Pro Land soll nur eine App auf die Schnittstellen zugreifen können, um einen Flickenteppich aus verschiedenen Anwendungen zu verhindern. Die Corona-Apps sollen helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufhielten.

+++ 19:25 Bund will sich mit unter 25 Prozent an Lufthansa beteiligen +++
Der Bund will sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zunächst mit unter 25 Prozent an der Lufthansa beteiligen. Damit hätte der Bund keine Sperrminorität - er könnte wichtige Entscheidungen der Fluggesellschaft somit nicht blockieren.

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+++ 19:07 Johnson knüpft Lockerungen an neues System zur Infektionsrückverfolgung +++
Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Bereitstellung eines Systems zur effektiven Rückverfolgung von Coronavirus-Infektionen ab Anfang Juni in Aussicht gestellt. Bislang seien 24.000 Arbeitskräfte für diese Aufgabe rekrutiert worden, bis zum 1. Juni solle die Zahl auf bis zu 25.000 Menschen steigen, sagte Johnson am Mittwoch. Die Mitarbeiter sollen dann demnach in der Lage sein, pro Tag die Kontaktpersonen von 10.000 Infizierten zu überprüfen. "Wir sind voller Zuversicht, dass wir eine Test-, Tracking- und Rückverfolgungsstrategie haben werden, die weltweit führend sein wird", sagte Johnson im Parlament. Mithilfe dieser Strategie will die Regierung weitere Lockerungen der in Großbritannien geltenden Eindämmungsmaßnahmen ermöglichen.

+++ 18:46 Italiens Flughäfen sollen am 3. Juni wieder öffnen +++
Italien will im Zuge der Corona-Pandemie seine Flughäfen ab dem 3. Juni wieder öffnen. Dann sollten inländische und internationale Reisen wieder erlaubt sein, weshalb Transportbeschränkungen aufgehoben werden könnten, sagte Verkehrsministerin Paola De Micheli in Rom laut italienischen Nachrichtenagenturen. Italien hatte angekündigt, dass ab dem 3. Juni die Einreise für EU-Bürger wieder möglich sein soll und es für sie keine pauschale Quarantäne mehr geben werde. Bereits seit dieser Woche gibt es wieder mehr Zugverbindungen innerhalb Italiens.

+++ 18:20 Maas warnt vor "europäischem Wettbieten um Touristen" +++
Bundesaußenminister Heiko Maas erwartet, dass sich die EU-Staaten in den kommenden Wochen auf Regelungen für den Sommerurlaub in der Coronakrise einigen. "Klar ist: Wir wollen kein europäisches Wettbieten um Touristen", betonte Maas nach einer Schalte mit seinen Amtskollegen aus Deutschlands Nachbarstaaten. Man wolle ein möglichst gemeinsames und transparentes Vorgehen, das am Ende für alle in Europa nachvollziehbar und tragbar sei. Hintergrund ist, dass EU-Staaten wie Österreich speziell um deutsche Touristen geworben hatten.

+++ 18:05 Wirtschaftsverbände fordern Steuer- und Strompreissenkung +++
Vor dem für Juni geplanten Konjunkturpaket der Bundesregierung melden immer mehr Wirtschaftsverbände Wünsche an. Vier große Interessensvertretungen - für Chemie, Automobile, Maschinenbauer und die Elektroindustrie - teilten mit, Unternehmen bräuchten jetzt genügend Liquidität, um die Zeit zu überbrücken, bis die Nachfrage nach der Coronavirus-Krise wieder anspringe. In der gemeinsamen Erklärung listen VCI, VDA, VDMA und der ZVEI Forderungen auf, die sie überwiegend schon lange stellen. So rufen sie die Regierung auf, die Unternehmenssteuern zu senken. Sie müssten auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau. Der Solidaritätszuschlag müsse zudem sofort und für alle Zahler abgeschafft werden. Außerdem müssten die Verlustrückträge deutlich ausgeweitet werden, um also aktuelle Verluste beim Finanzamt stärker mit früheren Gewinnen verrechnen zu können. Zudem sollen die Strompreise nachhaltig reformiert und gesenkt werden.

+++ 17:43 Mehr als 50 Corona-Fälle in Amazon-Zentrum nahe Hamburg +++
In einem Logistikzentrum des Online-Händlers Amazon im niedersächsischen Winsen an der Luhe sind 53 Corona-Infektionen festgestellt worden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung in Hannover auf eine Anfrage der Grünen hervor. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 16. März bis 29. April. Amazon zufolge sind im Mai keine weiteren Fälle hinzugekommen. Insgesamt sind an dem Standort rund 1800 Menschen beschäftigt. Ein Amazon-Sprecher teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, das Unternehmen tue alles, um die Mitarbeiter "so weit wie möglich zu schützen". Im Zuge der Corona-Krise seien mehr als 150 Prozesse in der Logistik angepasst worden. "Nichts ist uns wichtiger als die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

+++ 17:16 Zahl der positiven Tests in Deutschland auf neuem Tiefststand +++
Bei den bundesweiten Labortests auf das neue Coronavirus sind immer weniger Proben positiv. Das geht aus dem jüngsten Bulletin des Robert Koch-Instituts hervor, das veröffentlicht wurde. Demnach waren in der 20. Kalenderwoche vom 11. bis zum 17. Mai von 425.842 übermittelten Testergebnissen aus 176 Laboren 1,7 Prozent positiv. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn dieser Statistik Mitte März. Die Anzahl der wöchentlichen Tests und der meldenden Labore schwankt allerdings. In der 18. Kalenderwoche lag die Anzahl der Positiv-Tests bei 3,9 Prozent, in der 19. Woche bei 2,7 Prozent. Den höchsten Wert gab es in der 14. Kalenderwoche Anfang April mit 9 Prozent - bei insgesamt 408.348 Testergebnissen aus 154 Laboren.

+++ 17:02 Weltärztepräsident kritisiert Grenzöffnung für Touristen +++

+++ 16:47 Briten beklagen 181 tote Ärzte und Pfleger +++
In Großbritannien sind bislang 181 mit dem Corona-Virus infizierte Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) gestorben. Wie Premierminister Boris Johnson im Parlament weiter mitteilte, kamen auch 131 infizierte Sozialarbeiter ums Leben. Zahlreiche Ärzte, Krankenpfleger und Mitarbeiter in Senioreneinrichtungen hatten sich immer wieder beschwert, dass sie nicht genug Schutzausrüstungen wie Masken und Kittel zur Verfügung hätten. Einige von ihnen zogen sich in ihrer Not zum Beispiel große Müllbeutel über, um sich nicht mit dem Erreger anzustecken. Die Mitarbeiter des NHS werden landesweit wie Helden verehrt. Für sie wird einmal pro Woche kräftig geklatscht. Viele Fenster von Wohnungen sind mit Bildern und Botschaften für die Ärzte und Pfleger beklebt. An Stränden werden bemalte Steine mit Dankesbotschaften abgelegt. Großbritannien hat die meisten Corona-Toten in Europa. Die Statistiken schwanken je nach Erhebungsmethode zwischen gut 35.000 und mehr als 50.000. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

+++ 16:27 Tottenham-Profi verstößt zum dritten Mal gegen Corona-Regeln +++
Abwehrspieler Serge Aurier vom englischen Fußballklub Tottenham Hotspur hat zum dritten Mal gegen die nationalen Coronaregeln verstoßen und sich dabei erneut selbst verraten. Der Ivorer postete bei Instagram ein Foto, dass ihn mit neuem Haarschnitt dicht neben einem Friseur zeigt. Damit verstieß er nicht nur gegen die nationalen Abstandsregeln, sondern missachtete auch die Vorgaben der Liga. Demnach dürfen die Premier-League-Spieler keinen Kontakt zu Personen außerhalb ihres Familienkreises haben. Mitte April hatte Aurier bereits gegen die Ausgangssperre verstoßen, indem er mit einem Freund zum Joggen ging. Nur zwei Wochen später saß er dicht an dicht mit Mitspieler Moussa Sissoko zusammen und missachtete die Abstandsregel. Die Vereine der Premier League arbeiten auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Juni hin.

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+++ 16:05 Coesfelder Fleischfabrik schlachtet wieder +++
Auch der zweite Tag im Testbetrieb bei Westfleisch in Coesfeld ist nach Angaben des Unternehmens am Mittwoch erfolgreich verlaufen. Bei der Schlachtung von 1500 Schweinen seien alle Corona-Hygienevorschriften eingehalten worden, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens mit Sitz in Münster. Beobachtet wurde der Test von den Aufsichtsbehörden der Stadt und des Kreises Coesfeld. Am Vortag waren alle Arbeitsprozesse durchgespielt worden, ohne dabei ein Schwein zu schlachten. Nach dem Feiertag am Donnerstag sollen am Freitag im nächsten Schritt 30 Prozent der normalen Kapazitäten erreicht werden. Das Werk in Coesfeld ist auf 9000 Schweine pro Tag ausgelegt. In Abstimmung mit den Behörden soll dann in der nächsten Woche die Schlachtmenge weiter schrittweise erhöht werden. Der Kreis Coesfeld hatte das Werk vor eineinhalb Wochen vorübergehend geschlossen, nachdem sich zahlreiche Werksarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten. Zuletzt lagen knapp 280 positive Tests bei rund 1200 Mitarbeitern vor.

+++ 15:42 Trump: China hat "weltweites Massensterben" verursacht +++
US-Präsident Donald Trump hat die chinesische Regierung erneut heftig wegen ihres Umgangs mit der Corona-Pandemie angegriffen. "Irgendein Spinner in China hat gerade eine Erklärung veröffentlicht, in der alle außer China für das Virus verantwortlich gemacht werden, das inzwischen Hunderttausende Menschen getötet hat. Bitte erklären Sie diesem Trottel, dass es die 'Inkompetenz Chinas' war und nichts anderes, das dieses weltweite Massensterben verursacht hat", schrieb Trump auf Twitter. Seit Wochen liefert sich der US-Präsident heftige diplomatische Auseinandersetzungen mit Peking wegen Chinas Umgangs mit der Corona-Krise, die das Verhältnis beider Staaten stark belastet haben. Zuletzt drohte Trump der chinesischen Regierung mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen und verkündete, er sei nicht bereit zu bilateralen Gesprächen. Hier lesen Sie mehr dazu.

+++ 15:21 Fast 70 Infizierte in Frankfurter Flüchtlingsunterkunft +++
In einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Bockenheim sind 65 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden. Auch zwei Mitarbeiterinnen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das die Einrichtung betreibt, wurden positiv getestet, teilte eine Sprecherin der Stadt Frankfurt mit. Nach Angaben der Stadt hat bisher nur ein infizierter Mann Symptome entwickelt und wird in einem Krankenhaus behandelt. Die Erkrankung dieses Mannes war den Angaben zufolge der Anlass zu weiteren Tests. Die ersten elf der positiv getesteten Bewohner der Unterkunft sind nach Angaben einer Sprecherin des Sozialdezernats bereits in ein Appartement-Hotel umgezogen, in dem die Stadt seit April Wohnungslose und Geflüchtete aus Gemeinschaftsunterkünften zur Quarantäne unterbringt. Weitere 52 positiv getestete Menschen und ihre Familienmitglieder ziehen am Freitag in ein anderes Appartement-Hotel um, das kurzfristig akquiriert werden konnte.

+++ 15:01 Impfstoffe aus Deutschland werden vor Übernahmen geschützt +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte in der Corona-Krise bereits vor einem "Ausverkauf" deutscher Wirtschaftsinteressen gewarnt - sowie vor einer zu großen Abhängigkeit von Lieferanten aus dem Ausland bei der Versorgung etwa mit Arzneien oder Schutzausrüstung. Die Bundesregierung will nun Unternehmen, die Arzneimittel und Impfstoffe "Made in Germany" herstellen, besser vor Übernahmen ausländischer Investoren schützen. Dazu wird die Außenwirtschaftsverordnung verschärft. Damit kann die Regierung bei geplanten Übernahmen von Firmen im Gesundheitssektor früher und genauer hinschauen. Die Verordnung sieht vor, dass nun auch Hersteller und Entwickler von Arzneimitteln und Impfstoffen zu den Firmen zählen, bei deren Übernahme eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit vorliegen könne. Für Aufregung hatten Berichte gesorgt, wonach die USA exklusiv die Rechte an einem Impfstoff gegen das Coronavirus vom Biotech-Unternehmen CureVac erwerben wollten.

+++ 14:44 Deutsche hamstern weniger +++
Seife und Desinfektionsmittel bleiben gefragt, doch beim Toilettenpapier ist die Hamster-Laune der Deutschen deutlich gebremster, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Die Nachfrage nach Seife und Desinfektionsmitteln bleibt unterdessen überdurchschnittlich." Zwar lagen die Verkaufszahlen zuletzt nicht mehr auf so einem hohen Niveau wie im März, dennoch war der Absatz von Desinfektionsmitteln in der vorigen Woche zweieinhalb Mal so hoch wie üblich (+152 Prozent). Der Absatz von Seife lag um gut ein Drittel (+38 Prozent) über dem Durchschnitt der sechs Monate von August 2019 bis Januar 2020. Zu Beginn der Corona-Krise in Deutschland hatten sich viele Konsumenten reichlich mit bestimmten Produkten eingedeckt. So gab es wochenlang kaum Toilettenpapier. Doch hier ging der Absatz spürbar zurück und lag vorige Woche fast ein Drittel (-28 Prozent) unter dem Durchschnitt von August bis Januar. Auch bei Teigwaren fiel der Absatz spürbar um 30 Prozent. Hier können Sie mehr dazu lesen.

+++ 14:24 Bundesland Bremen stürzt sich in neue Schulden +++
Das ohnehin hoch verschuldete Bundesland Bremen verschuldet sich in der Corona-Notlage weiter. Der rot-grün-rote Senat brachte einen Haushaltsentwurf ins Parlament ein, der kurzfristig um 1,2 Milliarden Euro zur Abwehr der Krise erhöht worden ist. Dieser zusätzliche Bremen-Fonds solle über Kredite finanziert werden, sagte Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne). Die in der Landesverfassung verankerte Schuldenbremse werde dadurch nicht verletzt, sagte Strehl. In "außergewöhnlichen, nicht vom Land verursachten Notsituationen" dürften Kredite aufgenommen werden. Der aufgestockte Etatentwurf für das kleinste Bundesland sieht Ausgaben von 5,70 Milliarden im Jahr 2020 vor. Im nächsten Jahr sollen 4,88 Milliarden Euro ausgegeben werden.

+++ 14:15 Jugendherbergen öffnen schrittweise wieder für Besucher +++
Nach den jüngsten Lockerungen der Corona-Auflagen öffnen nun auch die Jugendherbergen schrittweise wieder für Besucher. Zunächst können rund 160 der insgesamt fast 450 Jugendherbergen in Deutschland gebucht werden, wie das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) in Detmold mitteilte. Zudem wurde ein erweitertes Hygienekonzept erarbeitet, das demnächst bundesweit für alle Jugendherbergen genutzt werden soll. "Ziel ist es, noch vor Beginn der Sommerferien wieder Jugendherbergen in allen Bundesländern anbieten zu können, dies richtet sich aber natürlich auch immer nach den aktuellen Entwicklungen im Kontext der Corona-Zahlen", erklärte der DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz. Angesichts der noch unklaren Lage bei Auslandsreisen rechnen die Jugendherbergen nach eigenen Angaben nun mit vielen Buchungen und schnell vergriffenen Kontingenten.

+++ 13:50 Wegen Corona: Uni Cambridge bietet bis Sommer 2021 nur Online-Vorlesungen an +++
Wegen der Corona-Pandemie wird die renommierte Universität Cambridge ihre Kurse bis zum Ende des kommenden Hochschuljahres im Sommer 2021 ausschließlich online anbieten. "Die Universität passt sich laufend den sich entwickelnden Empfehlungen an", erklärte ein Universitätssprecher. Weil die Einhaltung von Abstandsregeln weiter notwendig sei, habe die Hochschule entschieden, bis zum kommenden Hochschuljahr keine Kurse mehr vor Ort abzuhalten. Dennoch sind dem Sprecher zufolge bestimmte Kurse in Kleingruppen möglich, in denen die Abstandsregeln gewahrt bleiben.

+++ 13:37 Condor weitet Flugplan für Ferienziele aus +++
Der staatlich gerettete Ferienflieger Condor hebt wieder zu mehr Ferienzielen ab. Bis zum Beginn der Sommerferienzeit am 25. Juni soll das Flugprogramm auf rund 40 Prozent des ursprünglich geplanten Verkehrs hochgefahren werden, wie das Unternehmen ankündigte. Von acht deutschen Flughäfen seien dann zusammen 29 Destinationen in Europa mit rund 300 wöchentlichen Verbindungen erreichbar. Zwei von drei ursprünglich geplanten Zielen werden damit angeflogen. Condor hatte in der Corona-Krise erneut mit einem staatlichen Überbrückungskredit gerettet werden müssen, nachdem eine bereits vereinbarte Übernahme durch die polnische Lot-Mutter PGL geplatzt war.

+++ 13:12 Umweltbundesamt will Hilfen stärker am Umweltschutz ausrichten +++
Das Umweltbundesamt (UBa) drängt darauf, die Konjunkturpakete gegen die Folgen der Corona-Krise stärker am Umweltschutz auszurichten. UBA-Präsident Dirk Messner stellte einen Aktionsplan zum nachhaltigen Wirtschaften vor, der unter anderem eine Senkung der Stromkosten über die EEG-Umlage vorsieht. Dies käme vor allem ärmeren Haushalten sofort zugute - was die Kaufkraft erhöhen und die Konjunktur beleben würde. Kompensiert werde die Senkung durch die CO2-Bepreisung ab dem kommenden Jahr. Der Neustart nach der Corona-Krise sei "nur zukunftsfähig, wenn wir die Finanzhilfen auch zum Umbau zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Gesellschaft nutzen", sagte Messner. Als zentral bezeichnet es das UBa, die Steuer- und Abgabenlast vom Faktor Arbeit hin zu den Umweltschadenskosten zu verlagern.

+++ 12:57 Doch keine größere Corona-Demo in Stuttgart +++
Eine für kommenden Samstag geplante große Demonstration gegen die Coronavirus-Beschränkungen in Stuttgart findet nach Angaben der Stadt nun doch nicht statt. "Die Versammlungsanmeldung wurde von den Veranstaltern zurückgezogen", sagte eine Sprecherin. In Stuttgart hatte es am vergangenen Wochenende die mit 5000 Teilnehmern bundesweit größte Demonstration gegeben. Für die "Initiative Querdenken 711" bestätigte deren Gründer Michael Ballweg die Entscheidung. Es habe sich lediglich um eine formale Anmeldung gehandelt, um vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Beschränkungen der Versammlungsfreiheit klagen zu können, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Nach Auskunft der Stadt ist am Samstagnachmittag dennoch eine weitaus kleinere, andere Demonstration mit rund 500 Teilnehmern angemeldet.

+++ 12:42 Bei Blutspendediensten werden die Vorräte knapp +++
In vielen Regionen in Deutschland gehen den Blutspendediensten die Konservenvorräte aus. "Corona hat das Blutspendewesen sehr deutlich durchgerüttelt", sagte Stephan Küpper vom Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Dass die zur Verfügung stehenden, gekühlten und getesteten Reserven mancherorts nicht einmal den Bedarf eines durchschnittlichen Tages decken könnten, liege aber nicht an mangelnder Spendenbereitschaft, betonte Küpper. Das Problem sei der Wegfall vieler Gelegenheiten zur Blutspende etwa in Firmen und Universitäten und an mobilen Blutspendefahrzeugen. Das Rote Kreuz deckt über zwei Drittel des Bedarfs an Blutkonserven in Deutschland ab. Besonders knapp seien die Reserven aktuell in Baden-Württemberg und Hessen.

+++ 12:22 EU-Kommission empfiehlt: Deutschland soll Investitionsprojekte vorziehen +++
Beim Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat die EU-Kommission Deutschland das Vorziehen öffentlicher Investitionsprojekte empfohlen. Durchführungsreife Vorhaben sollten umgesetzt und gleichzeitig private Investitionen unterstützt werden, "um die wirtschaftliche Erholung zu fördern", erklärte die Behörde in ihren länderspezifischen Empfehlungen für Deutschland. Mittelfristig müsse das Ziel aber auch wieder eine vorsichtigere Haushaltspolitik und Schuldentragfähigkeit sein.

+++ 12:07 Plexiglasscheiben im Klassenraum: Schüler in Südkorea gehen wieder zur Schule +++
Nach wochenlanger Verschiebung des Unterrichtsbeginns wegen der Coronavirus-Krise drücken in Südkorea landesweit die ersten Schüler wieder die Schulbank. Hunderttausende Schüler der Oberschule waren heute die ersten, die wieder die Klassenzimmer betreten haben, wie südkoreanische Sender berichteten. Die Lehrer empfingen die Schüler, die Schutzmasken tragen mussten, am Eingang mit Fieberthermometern und Handdesinfektionsmitteln. In einigen Schulen waren die Tische in den Klassenräumen mit Plexiglasscheiben voneinander getrennt.

+++ 11:36 NRW: Ab 8. Juni eingeschränkter Regelbetrieb für alle Kita-Kinder +++
Ab dem 8. Juni startet in Nordrhein-Westfalen wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb für alle Kinder in Kitas und bei Tageseltern. Das hat die Landesregierung nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschlossen.

+++ 11:30 Virologe: "Impfpflicht bei Pandemie nicht so sinnvoll"
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wo gibt es Infektionsherde? Mit aktuellen Kennziffern zum Infektionsgeschehen ordnet ntv-Moderator Daniel Schüler mit Nina Lammers und Prof. Timo Ulrichs die aktuelle Coronavirus-Lage in Deutschland und Europa ein.

+++ 11:14 Tegel-Betreiber sichern verlässlichen Betrieb zu +++
Die endgültige Entscheidung über die geplante Betriebspause am Berliner Flughafen Tegel fällt nach Betreiberangaben in den nächsten Wochen. "Nach der Genehmigung der Luftfahrtbehörde werden wir sehen, ob der verlässliche und sichere Flugbetrieb für die Hauptstadtregion in den kommenden Monaten einen oder zwei Flughäfen braucht", teilte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup mit. Es werde ermittelt, ob die Zunahme des Flugverkehrs die Offenhaltung Tegels ermögliche oder ob eine vorübergehende Schließung wirtschaftlich unvermeidlich werde. Der Bund, Berlin und Brandenburg als Eigentümer hatten eingewilligt, den Flughafen zum 15. Juni zeitweise vom Netz zu nehmen. Wegen des Einbruchs der Passagierzahlen in der Corona-Krise soll der Berliner Luftverkehr dann in Schönefeld konzentriert werden.

+++ 10:45 Mehr als 300.000 Infektionsfälle in Russland +++
In Russland haben sich inzwischen mehr als 300.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Behörden melden heute 8.764 Neuinfektionen, damit schwächt sich die Zahl etwas ab. Russland weist nach den USA weltweit die meisten Infektionsfälle auf. Binnen 24 Stunden starben landesweit weitere 135 Menschen an den Folgen der Erkrankung, insgesamt summiert sich die Zahl der Corona-Toten damit auf 2.972 Menschen.

+++ 10:28 Regierung verbietet Werkverträge in der Fleischindustrie +++
Das Bundeskabinett hat nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen in der Fleischindustrie Regierungskreisen zufolge ein Verbot von Werkverträgen und Arbeitnehmerüberlassungen in der Branche beschlossen. Ab Januar dürften nur noch Mitarbeiter des eigenen Betriebes Tiere schlachten und das Fleisch verarbeiten, hieß es nach der Kabinettssitzung. Die Regelung beschränke sich auf Unternehmen, deren Kerngeschäft das Schlachten und die Fleischverarbeitung ist. Das Fleischerhandwerk mit seinen gewöhnlich viel kleineren Betrieben bleibe dagegen von dem Verbot ausgenommen. Kritiker machen die in der Fleischindustrie verbreiteten Sammelunterkünfte für osteuropäische Arbeiter und schlechte Hygienestandards für die rasante Ausbreitung des Virus in der Branche verantwortlich.

+++ 10:20 Kabinett für mehr staatliche Veto-Möglichkeiten im Gesundheitssektor +++
Der Staat soll im Gesundheitsbereich bei Beteiligungen von Investoren außerhalb der EU mehr Veto-Möglichkeiten bekommen. Eine entsprechende Änderung der Außenwirtschaftsverordnung wurde Regierungskreisen zufolge im Kabinett angenommen. Das ist eine Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie. Sollten etwa Chinesen oder Amerikaner bei einem Hersteller von Beatmungsgeräten in größerem Stil einsteigen wollen, könnte der Staat leichter ein Veto einlegen, wenn das Engagement gegen deutsche Sicherheitsinteressen verstößt.

+++ 09:53 Mehr als 20.000 Neuinfektionen pro Tag in den USA +++
Die USA bekommen die Pandemie weiterhin nicht unter Kontrolle: Immer noch steigt die Zahl der Neuinfektionen pro Tag um mehr als 20.000 Fälle an. Zuletzt gab es zudem mehr als 1600 neu gemeldete Todesfälle.

Mehr Informationen zur Pandemie und US-Präsident Trump lesen Sie hier.


+++ 09:28 Weltweite Infektionszahl bewegt sich in Richtung 5-Millionen-Marke +++
Seit mehreren Monaten leiden Menschen auf der ganzen Welt unter der Coronavirus-Pandemie. Bald sind es 5 Millionen bestätigte Fälle. Die USA haben die größte Zahl der Infektionen - dahinter folgen Russland, Brasilien und Großbritannien.

+++ 08:45 Spanier müssen in der Öffentlichkeit Schutzmasken tragen +++
Die spanische Regierung schreibt das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken in der Öffentlichkeit vor. Die Regelung gelte in dem schwer von der Corona-Krise getroffenen Land für alle Menschen mit einem Alter von über sechs Jahren. In geschlossenen öffentlichen Räumen müssen Masken getragen werden, im Freien gilt die Pflicht dann, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann.

+++ 08:45 Lage in Brasilien wird immer dramatischer +++
Brasilien entwickelt sich zu einem riesigen Corona-Hotspot, denn die Infektionszahlen steigen immer weiter. Mit mehr als 17.400 Neuinfektionen sind es so viele neu registrierte Fälle wie nie zuvor. Auch die Zahl der Toten steigt massiv. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:29 Kinderhilfswerk drängt auf Öffnung von Schulen und Kitas +++
Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft Bund, Länder und Kommunen auf, Schulen und Kitas wieder vollständig zu öffnen. "Die bisherigen eingeschränkten Lockerungen führen dazu, dass nach wie vor sehr viele Kinder nicht in die Kita und nur sehr eingeschränkt in die Schule können", sagt Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Dies sei ein "schwerer Eingriff in ihre Lebenswelt, in ihre Grundrechte und ihre psycho-soziale Entwicklung". Eine Öffnung von Kitas und Schulen unter angemessenen Schutzvorgaben sei nun "der logische nächste Schritt".

+++ 08:15 Gastronomie: Umsatz brach im März um 45 Prozent ein +++
Die Betriebsschließungen wegen der Corona-Pandemie haben bei den Restaurants und Hotels in Deutschland für einen drastischen Umsatzrückgang gesorgt. Die Erlöse des Gastgewerbes fielen im März im Vergleich zum Vorjahr um rund 45 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt und auf Schritte zur Eindämmung des Virus hinweist. "Alle Branchen des Gastgewerbes wiesen infolge dieser Maßnahmen die größten Umsatzeinbußen seit dem Beginn der Zeitreihen im Jahr 1994 auf."

+++ 07:50 Hauptstadt Berlin hofft ab Ende Mai auf mehr Touristen +++
Die Berliner Hotelbranche rechnet nach herben Einbrüchen in der Corona-Krise mit einer langsamen Erholung. Es sei sehr zu hoffen, dass der Berlin-Tourismus schon im Sommer wieder deutlich anziehe, sagte Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin (Dehoga). "So richtig daran glauben kann ich noch nicht - es wird Jahre dauern, bis wir die tollen Zahlen aus dem Jahr 2019 wieder erreichen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Außer es wird schnell ein Impfstoff entwickelt, und die Gesamtwirtschaft erholt sich doch schneller, als wir alle denken." Vom 25. Mai an dürfen in Berliner Hotels wieder Touristen übernachten. 2019 kamen rund 14 Millionen Besucher nach Berlin. Die Auslastung der Hotels lag bei 80 Prozent. Lengfelder erwartet, dass sie 2020 deutlich darunter bleibt. "Wenn die Hotels zum Ende des Jahres nur 30, 40 Prozent Belegung erzielen, wäre das fürchterlich", so der Dehoga-Geschäftsführer.

+++ 07:30 Bayer-Chef erwartet Corona-Wirkstoffe in den nächsten Monaten +++
Bayer-Chef Werner Baumann rechnet auf der Suche nach einem Medikament gegen Covid-19 schon in absehbarer Zeit mit konkreten Erfolgen in der Industrie. "Ich gehe davon aus, dass es in den nächsten Monaten einen Wirkstoff oder mehrere Wirkstoffkombinationen gibt, die den Krankheitsverlauf deutlich abmildern können. Dann liegen die Ergebnisse mehrerer Studien vor, die derzeit laufen", sagte Baumann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Dabei geht es um die Frage, inwieweit Wirkstoffe, die gegen andere Krankheiten wie beispielsweise Malaria helfen, auch gegen das Corona-Virus wirksam sein könnten."

+++ 07:09 Pharmakonzern Roche liefert Antikörpertest an Labore in USA +++
Das Pharmaunternehmen Roche hat in den USA seine Corona-Antikörpertests an mehr als 20 Krankenhaus-Laborstandorte ausgeliefert. Bis Juni könnten LabCorp Diagnostics und andere kommerzielle Labore mehr als zwei Millionen Tests pro Woche durchführen, teilte der Schweizer Konzern mit. Die US-Gesundheitsbehörde hatte den Test von Roche diesen Monat im Schnellverfahren genehmigt. Der Antikörpertest soll eine Genauigkeit von nahezu 100 Prozent haben.

+++ 06:53 Nach Skandalen und Corona in der Fleischindustrie: Hofreiter fordert Tierschutzabgabe +++
In der Debatte um Missstände in der Fleischindustrie bringt der Bundestagsfraktionschef der Grünen, Anton Hofreiter, eine Tierschutzabgabe ins Spiel. "Gekoppelt an höhere Tierschutzstandards und eine verbindliche Haltungs- und Herkunftskennzeichnung kann auch eine Tierschutzabgabe dazu beitragen, den Umbau zu artgerechter Tierhaltung zu finanzieren", sagte Hofreiter der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundesregierung müsse das ganze System der Fleischproduktion und der Tierhaltung generalüberholen. "Die brutale Preistreiberei zulasten von Tieren, Bauern, Umwelt und Arbeitnehmern muss beendet werden."

+++ 06:40 EU-Haushalt: CSU warnt Merkel vor Präzedenzfall bei EU-Haushalt+++
Nach dem Finanzierungsvorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron für ein Corona-Wiederaufbauprogramm warnt die CSU davor, die Ausweitung des EU-Haushalts als regelmäßige Finanzierungsquelle zu etablieren. "Es darf kein Präzedenzfall geschaffen werden", sagte der europapolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Florian Hahn, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Das kann nur eine einmalige Lösung sein." Es müssten noch rechtliche Fragen geklärt werden, sagte Hahn.

+++ 06:26 Innenministerium: Keine Dominanz von Rechtsextremen bei Corona-Demos +++
Das Bundesinnenministerium sieht laut einem Zeitungsbericht bislang keine dominierende Rolle von Rechtsextremisten in den Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen. Eine "wesentliche Prägung" der Proteste durch Rechtsextremisten sei "derzeit nicht zu erkennen", zitiert die "Saarbrücker Zeitung" aus einer Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP. Die Demonstrationen würden derzeit "von einem äußerst heterogenen, in seinem Kern jedoch noch demokratischen Teilnehmerfeld getragen", erklärte das Ministerium dem Blatt zufolge.

+++ 06:16 RKI: 797 Neuinfektionen in Deutschland +++
Das Robert-Koch-Institut meldet 797 Neuinfektionen und damit den elften Tag in Folge weniger als 1000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 176.007, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 83 auf 8090 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 156.900, rund 1200 mehr als am Vortag.

+++ 05:44 Weltärztebund-Chef fordert Impfpflicht gegen Corona +++
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, spricht sich für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus aus. "Ich war für die Impfpflicht bei Masern. Ich bin auch hier für eine Impfpflicht", sagt Montgomery den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Die Bundesregierung hatte am Montag erneut betont, dass sie eine künftige Corona-Schutzimpfung nicht zur Pflicht machen will: "Es wird keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben", so die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Noch existiert kein solcher Impfstoff. Weltweit gibt es laut dem Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) aber mehr als 120 Impfstoffprojekte. Ob ein Impfstoff noch in diesem Jahr auf den Markt gebracht werden kann, gilt als fraglich.

+++ 05:30 Bis zu 20 Wochen Lohnersatz bei geschlossenem Kindergarten +++
Eltern sollen bis zu 20 Wochen Lohnersatz bekommen können, wenn sie ihre Kinder in der Corona-Krise wegen Einschränkungen bei Kindergärten und Schulen zu Hause betreuen müssen. Ein entsprechender Änderungsantrag aus dem Bundesgesundheitsministerium solle vom Kabinett beschlossen werden, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Ministeriumsangaben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagt dem Blatt, die "nachrangige Lohnfortzahlung" werde je Elternteil auf bis zu zehn Wochen verlängert, für Alleinerziehende auf bis zu 20 Wochen. "Das gibt die nötige Sicherheit in ungewisser Lage." Bislang ist die Entschädigung auf sechs Wochen begrenzt.

+++ 05:17 NRW: Hochzeitsgesellschaften wieder erlaubt +++
In NRW dürfen seit heute Tattoo- und Piercingstudios wieder öffnen, standesamtliche Trauungen mit Gästen sind wieder möglich und Picknicks wieder erlaubt. Das teilt die Landesregierung mit. Laut neuer Fassung der Coronaschutz-Verordnung muss in einem Tattoo-Studio unter anderem Mundschutz getragen werden. Standesamtliche Trauungen sind wieder mit Gästen möglich, die nicht direkt zur Familie oder einem zweiten Haushalt gehören. Voraussetzung bleibt der Mindestabstand. Und: Umarmungen und Händeschütteln sind weiter tabu.

+++ 05:11 Walter-Borjans pocht auf Schuldenschnitt für Kommunen +++
SPD-Chef Norbert Walter-Borjans fordert in der Debatte um einen Rettungsschirm für Kommunen die Union dazu auf, ihren Widerstand etwa gegen einen Schuldenschnitt aufzugeben. "Was nützen Milliarden staatlicher Konjunkturprogramme, wenn die Kommunen die Mittel im Gegenzug gleich wieder wegsparen müssen?", sagt Walter-Borjans der "Rheinischen Post". "Deshalb ist die von der SPD und ihrem Bundesfinanzminister vorgeschlagene Kombination aus der Übertragung der kommunalen Altschulden auf Bund und Länder und dem Ausgleich der Gewerbesteuereinbußen jetzt genau richtig." Walter-Borjans verweist auf Unterstützung aus Städten, die von CDU, CSU und Grünen regiert werden, sowie von Bundesbank, Städtetag und dem Städte- und Gemeindebund. "CDU und CSU sollten die dringend gebotene Stärkung der Kommunen jetzt nicht aus Trotz und Ignoranz blockieren", so Walter-Borjans.

+++ 04:44 Bereits zwölf Milliarden Euro Soforthilfe ausgezahlt +++
Bund und Länder haben bislang in der Corona-Krise für rund 1,5 Millionen kleine Unternehmen und Selbstständige staatliche Soforthilfen von insgesamt rund zwölf Milliarden Euro bewilligt und ausgezahlt. Das geht aus einer aktuellen Aufstellung des Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministeriums vom 14. Mai hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt. Mit knapp 475.000 stammen die meisten Anträge von Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen. 279.000 Anträge kamen aus Berlin, gefolgt von 237.000 Anträgen aus Baden-Württemberg.

+++ 04:27 China: Lokale Übertragung nimmt zu +++
China meldet nach Angaben der nationalen Gesundheitskommission fünf neue Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden, nach sechs einen Tag zuvor. Vier der neuen Fälle seien auf lokale Übertragungen zurückzuführen, einer stamme von einem sogenannten "importierten Fall", an dem ein Reisender aus Übersee beteiligt sei, so die Kommission in einer Erklärung. Die Gesamtzahl der Covid-19-Infektionen in China steigt nach offiziellen Angaben auf 82.965, die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4634.

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+++ 04:08 EU-Kommission erwägt Konjunkturprogramm für Verkehrssektor +++
Die EU-Kommission denkt an die Auflage eines bis zu 100 Milliarden Euro schweren Konjunktur- und Klimaschutzpakets für den Mobilitätssektor. Zu den Vorschlägen gehöre eine Kaufprämie für saubere Autos, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen Entwurf. Derartige Prämien könnten in den kommenden zwei Jahren mit bis zu 20 Milliarden Euro finanziert werden. Zum Paket sollen 40 bis 60 Milliarden Euro gehören, um Investitionen in neue Antriebstechnologien zu beschleunigen. Zudem wolle die Kommission ihre Förderprogramme für die Elektromobilität verdoppeln. Auch die Bahn soll dem Blatt zufolge unterstützt werden: Die Kommission erwäge Hilfen von 40 Milliarden Euro.

+++ 03:42 USA verlängern Reisebeschränkungen nach Mexiko und Kanada +++
Die USA verlängern die Reisebeschränkungen nach Mexiko und Kanada um weitere 30 Tage. "Nicht-wesentliche Reisen werden erst dann erlaubt sein, wenn die Regierung davon überzeugt ist, dass es sicher ist", teilt das US-Heimatschutzministerium mit. "Wir stehen mit unseren kanadischen und mexikanischen Kollegen in Kontakt und sind uns einig, dass die Verlängerung dieser Beschränkungen zu diesem Zeitpunkt das Richtige ist." Die Reisebeschränkungen sollten ursprünglich am Mittwoch aufgehoben werden, sie gelten nun bis zum 22. Juni.

+++ 03:18 Spanien: Ausnahmezustand soll nur bis 7. Juni verlängert werden +++
Die spanische Regierung will den wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht mehr um einen weiteren Monat, sondern nur noch um zwei Wochen verlängern. Die Regierung wolle im Parlament eine Verlängerung bis zum 7. Juni beantragen, kündigt Regierungssprecherin María Jesús Montero an. Damit beugt sich Ministerpräsident Pedro Sánchez dem wachsenden Widerstand im Parlament gegen eine immer weitere Verlängerung des Ausnahmezustandes.

"Ohne Ausnahmezustand gibt es keine Möglichkeit, die Bewegung der Bevölkerung einzuschränken", sagt Montero. Dies müsse aber weiter geschehen, "damit die großen Opfer nicht umsonst gewesen sind".

+++ 02:50 Kolumbien verlängert Ausgangssperre +++
Kolumbiens Präsident Ivan Duque verlängert zum vierten Mal die landesweite Ausgangssperre. Die Beschränkung gelte nun eine weitere Woche bis zum 31. Mai, erklärt Duque. Das Andenland hat nach offiziellen Angaben fast 17.000 bestätigte Coronavirus-Fälle und verzeichnet mehr als 600 Todesfälle. Der Gesundheitsnotstand des Landes, der am 31. Mai enden sollte, werde zudem bis Ende August verlängert, fügt Duque hinzu.

+++ 02:28 Weltbank warnt vor deutlicher Armuts-Zunahme +++
Die Weltbank warnt vor einer deutlichen Zunahme der extremen Armut rund um den Globus als Folge der Coronavirus-Pandemie. Nach Schätzung der Weltbank könnten durch die Pandemie bis zu 60 Millionen Menschen in bitterste Not abrutschen, wie der Direktor der auf Entwicklungsmaßnahmen spezialisierten Finanzinstitution, David Malpass, sagt. Die in den vergangenen drei Jahren erzielten Fortschritte in der weltweiten Armutsbekämpfung würden durch die Corona-Krise zunichte gemacht, beklagt Malpass.

+++ 02:02 Trump will Wirtschafts-Regulierung zurückfahren +++
US-Präsident Donald Trump ordnet an, dass die Regulierung der Wirtschaft zurückgefahren wird. Er habe die Behörden angewiesen, "unnötige Vorschriften zu beseitigen, die die wirtschaftliche Erholung behindern", sagt Trump. Das Dekret soll seiner Ansicht nach der Wirtschaft helfen, sich von den Auswirkungen der Coronaviruskrise zu erholen.

+++ 01:44 Brasilien meldet erstmals mehr als 1000 Tote binnen 24 Stunden +++
Brasilien verzeichnet nach offiziellen Angaben einen neuen Negativrekord von 1179 Todesfällen binnen 24 Stunden. Es ist das erste Mal, dass Brasilien mehr als 1000 Tote an einem Tag registriert. Insgesamt sind laut Gesundheitsministerium 17.971 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt um 17.408 auf 271.628.

+++ 01:17 Trump: Hohe Corona-Fallzahl ist Auszeichnung für gute Tests +++
US-Präsident Donald Trump kann der Vielzahl an nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in den USA - mehr als 1,5 Millionen - etwas positives abgewinnen. Er betrachte es nicht als "schlechte Sache", dass es so viele nachgewiesene Infektionen im Land gibt. "Ich betrachte es in gewisser Hinsicht als gute Sache, weil es bedeutet, dass unsere Tests viel besser sind", sagt Trump. "Ich betrachte es als Auszeichnung, wirklich, es ist eine Auszeichnung." Wenn man wie in den USA fast 14 Millionen Menschen teste, finde man auch mehr Fälle, so der US-Präsident.

+++ 00:49 Chile meldet höchsten Anstieg an Corona-Todesfällen +++
Chile registriert innerhalb von 24 Stunden die höchste Zahl an Corona-Todesfällen und Neuinfektionen seit Ausbreitung g des Virus im Land. 3520 Menschen hätten sich neu angesteckt, 31 Erkrankte seien gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Seit dem ersten Auftreten des neuartigen Virus in dem südamerikanischen Land Anfang März gibt es damit laut den offiziellen Statistiken fast 50.000 Infektionen und mehr als 500 Todesfälle.

+++ 00:16 Trump erwägt Einreiseverbot für Reisende aus Brasilien +++
US-Präsident Donald Trump denkt nach eigenen Angaben über ein Einreiseverbot für Reisende aus Brasilien nach. "Ich will nicht, dass Leute hier herkommen und unsere Leute infizieren." Brasilien habe Probleme, das stehe außerfrage. In dem südamerikanischen Land wurden weltweit die drittmeisten Corona-Fälle bestätigt.

+++ 23:49 Kongress: Komplette Erholung der US-Wirtschaft erst nach 2021 +++
Die US-Wirtschaft wird sich unabhängigen Experten des Kongresses zufolge auch im kommenden Jahr nicht vollständig von der Corona-Krise erholt haben. Zwar sei im dritten Quartal dieses Jahres ein starker Anstieg zu erwarten, erklärt das überparteiliche Haushaltsbüro des Kongresses (CBO). Die Wirtschaftsleistung (BIP) werde jedoch auch 2021 nicht wieder das Niveau von Anfang 2020 erreichen. Das CBO erwartet nun für das laufende zweite Quartal auf das Jahr hochgerechnet einen BIP-Einbruch von 37,7 Prozent, gefolgt von einem Anstieg von 21,5 Prozent von Juli bis September.

+++ 23:27 Umfrage: Mehrheit rechnet mit Steuererhöhungen +++
Eine klare Mehrheit der Deutschen geht einer Umfrage zufolge davon aus, dass es wegen der Corona-Krise Steuererhöhungen geben wird. 62 Prozent glauben laut dem "Insa-Meinungstrend" für die "Bild" wegen der wirtschaftlichen Folgen der Krise daran. 18 Prozent rechnen demnach dagegen nicht mit höheren Steuern. Steuerschätzer gehen davon aus, dass in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen werden als im vergangenen Jahr - ein Minus von mehr als zehn Prozent.

+++ 22:59 Sechs Coronafälle in englischer Premier League +++
Bei der ersten Runde der Massentests in der englischen Premier League sind sechs Coronafälle bei insgesamt drei Vereinen aufgetreten. Das teilt die Liga mit. Zuvor waren bei Spielern sowie Mitarbeitern aller Klubs insgesamt 748 COVID-19-Tests durchgeführt worden. "Die positiv getesteten Spieler oder Mitarbeiter werden sich nun sieben Tage lang selbst isolieren", teilt die Premier League weiter mit. Namen der betroffenen Personen oder Vereine werden nicht näher genannt.

+++ 22:31 Trump verteidigt Einnahme von Malaria-Medikament +++
US-Präsident Donald Trump hat die Einnahme des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin zur Corona-Prophylaxe verteidigt. "Ich denke, es gibt einem ein zusätzliches Maß an Sicherheit", sagte Trump im US-Kongress vor Journalisten. "Das ist eine individuelle Entscheidung." Hydroxychloroquin sei ein erprobtes Medikament und schade nicht. Trump hatte am Montag erklärt, er nehme seit etwa eineinhalb Wochen das Malaria-Präparat ein - obwohl es keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit des Medikaments im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt. Das Mittel erhöht nach Angaben der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) aber das Risiko lebensgefährlicher Herzrhythmus-Störungen.

+++ 21:58 NRW: Mehr als 150 Personen in Flüchtlingsheim infiziert +++
Die Zahl der Corona-Infektionen in einem Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn ist auf 165 gestiegen - 152 Bewohner und 13 Mitarbeiter. Das teilte die Bezirksregierung Köln mit. Alle infizierten Bewohner würden in gesonderten Teilen der Unterkunft untergebracht und zeigten nur schwache oder gar keine Symptome, hieß es. Am Vortag hatte die Zahl noch bei 130 mit dem Coronavirus infizierten Menschen gelegen. Die Unterkunft biete Platz für 600 Menschen, sei derzeit aber nur mit 312 Personen belegt.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP/sid/