Panorama

Zweithöchste Alarmstufe in Davos Lawinengefahr in den Alpen bleibt

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Eine Lawine geht in den österreichischen Alpen ab.

(Foto: picture alliance / Zeitungsfoto.)

Manche Alpenorte in Österreich und der Schweiz versinken unter Schneemassen. Trotz Wetterbesserungen im Laufe des Tages halten Experten spontane Lawinen für möglich. Mit den Temperaturen steigt auch in Deutschland die Gefahr.

Die gefährliche Lawinenlage in den Alpen besteht weiter. Die Schweizer Behörden geben keine Entwarnung, rechnen aber im Laufe des Tages mit Wetterbesserung. Das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut in Davos stufte die Lawinengefahr am Morgen um eine Stufe auf vier von fünf herab. Spontane Lawinen sind aber weiterhin möglich.

Zahlreiche Lawinen waren in Österreich und in der Schweiz abgegangen, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. Eine davon rauschte zwischen Interlaken und Brienz in der Schweiz unter einer hohen Eisenbahnbrücke hindurch bis zum Brienzersee.

Auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung der Schweiz, der Autobahn A2, ging bei Gurtnellen am Abend eine Schlammlawine nieder. Dabei wurde ein Fahrzeug getroffen, verletzt wurde laut Berichten niemand. Die Autobahn wurde nach Polizeiangaben in beide Richtungen gesperrt. Damit war auch der Gotthard-Tunnel nicht passierbar. Die Maßnahme sollte mindestens bis zum Morgen andauern. Bei Tageslicht würden die Lawinenkommissionen die Lage neu beurteilen, sagte auch Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale in Tirol in Österreich. Zahlreiche Straßen und Täler sind gesperrt.

Mehrere Wintersportorte in den Alpenländern sind von der Außenwelt abgeschnitten, darunter St. Anton in Österreich und Zermatt in der Schweiz. Dort galt auch die höchste Lawinenwarnstufe. Gäste und Einheimische wurden aufgerufen, sich lediglich in Gebäuden oder im Dorfzentrum aufzuhalten. Wanderwege blieben ebenso wie Straßen und Schienen gesperrt. Mit der angekündigten Wetterbesserung kam Zuversicht auf. "Mit dem folgenden Hochdruckgebiet wird sich bei trockenem Wetter und milden Temperaturen die Schneedecke rasch verfestigen können", sagte Rudi Mair vom Lawinenwarndienst in Tirol. "Mit dem Ende der Niederschläge nimmt die spontane Lawinenaktivität deutlich ab", hieß es auch in Davos.

Lawinengefahr in Deutschland steigt

Während manche Alpenorte in Österreich und der Schweiz unter Schneemassen versinken, steigt mit den Temperaturen auch in Deutschland die Gefahr von Lawinen. In den bayerischen Alpen gelte die Warnstufe vier von fünf, wie es vom dortigen Lawinenwarndienst hieß. Da es in den nächsten Tagen mild bleibe, werde auch die Lawinensituation weiterhin angespannt sein. Das Skigebiet an der Zugspitze zum Beispiel blieb am Montag wegen schlechten Wetters geschlossen.

Tauwetter bringt außerdem wieder Hochwasser mit sich. So wurde etwa am Pegel Maxau in Karlsruhe erneut ein Stopp der Rhein-Schifffahrt erwartet. Auf Teilen des Neckars wurde der Schiffsverkehr bereits eingestellt. Wegen großer Abflussmengen durch Tauwetter warnte der Deutsche Wetterdienst für den Schwarzwald und das südliche Oberallgäu vor Unwettergefahr.

Die Meteorologen erwarten bis Mittwoch einen Anstieg der Temperaturen in Deutschland auf 9 bis 16 Grad.

Quelle: ntv.de, lri/dpa

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