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Schüsse vor der Botschaft Londoner Polizei stoppt Autofahrer

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Spurensicherung am Tatort in London: Beamte untersuchen das silbergraue Tatfahrzeug vor der ukrainischen Botschaft.

(Foto: REUTERS)

Alarm in der britischen Hauptstadt: Im Londoner Stadtteil Notting Hill fallen Schüsse. Mit Waffengewalt ziehen Polizeibeamte einen Autofahrer vor der ukrainischen Botschaft aus dem Verkehr. Der Mann wird festgenommen. Die Hintergründe sind noch unklar.

Die britische Polizei hat bei einem Vorfall nahe der Botschaft der Ukraine in London das Feuer eröffnet. Nach Angaben der diplomatischen Vertretung hatte ein Mann mit seinem Auto am Morgen den geparkten Wagen der ukrainischen Botschafterin beschädigt.

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Das Dienstfahrzeug von Natalia Galibarenko sei "vorsätzlich gerammt" worden, teilte die Botschaft mit. Die Londoner Polizei erklärte dagegen etwas zurückhaltender, dass bei dem Vorfall ein Wagen mit mehreren geparkten Autos vor der ukrainischen Botschaft kollidiert sei. Als die Polizei eintraf, sei ein Fahrzeug auf sie zugefahren - daraufhin hätten die Beamten geschossen und auch einen Taser eingesetzt.

Versuchter Mord mit dem Auto?

Der Wagen wurde gestoppt, die Beamten nahmen den Fahrer fest. Ersten Angaben zufolge soll es sich dabei um einen 40- bis 50-jährigen Mann handeln. Der Festgenommene sei unverletzt, hieß es. Nähere Angaben zu seiner Person und zu möglichen Hintergründen des Vorfalls gibt es bislang nicht.

Die Tat werde nicht als Terror-Fall behandelt, betonte die Londoner Polizei. Der mutmaßliche Angreifer muss jedoch mit einer Anklage wegen versuchten Mordes und vorsätzlicher Sachbeschädigung rechnen. Unmittelbar vor seiner Autoattacke soll er aufgrund seines "asozialen Verhaltens" aufgefallen sein.

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Einschussloch in der Frontscheibe: Auf der Fahrerseite ist auch die Seitenscheibe zersplittert.

(Foto: REUTERS)

Nach Darstellung der ukrainischen Diplomaten soll er seine Rammstöße gegen den Wagen der Botschafterin auch unter den Augen der alarmierten Polizisten zunächst fortgesetzt haben. Die Schüsse fielen demnach erst, als er sein Auto in Richtung der Beamten lenkte.

"Schnelle und professionelle Reaktion"

Der genaue Ablauf der Ereignisse ist noch unklar. Der Tatverdächtige wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht und dort näher untersucht. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

Das Personal der ukrainischen Vertretung in London kam mit dem Schrecken davon. Die russische Botschaft in London erhöhte nach dem Vorfall der Nachrichtenagentur Tass zufolge die Sicherheitsvorkehrungen. Ukrainische Stellen sprachen in einer ersten Mitteilung von einer "schnellen und professionellen Reaktion" der Polizei.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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