Sexualstraftäter lebte im WaldChristian B. zieht in feste Unterkunft in Kiel

Nach Wochen im Wald zieht der verurteilte Sexualstraftäter Christian B. nun in eine feste Unterkunft in Kiel. Wo sich diese befindet, bleibt jedoch geheim.
Der verurteilte Sexualstraftäter Christian B. hat eine neue Unterkunft in Kiel in Schleswig-Holstein. Der Verdächtige im Fall der verschwundenen Madeleine "Maddie" McCann hatte zuletzt wochenlang in einem Waldstück in Kiel-Wellsee gelebt. Gemeinsam mit seiner Anwältin hatte die Stadt Kiel nach einer neuen Unterkunft gesucht. Diese soll B. den Angaben zufolge bis Ende Januar beziehen. Wo sich die Unterkunft genau befindet, teilte die Stadt nicht mit.
Seit seiner Freilassung am 17. September 2025 wechselte Christian B. immer wieder wegen Anfeindungen seinen Wohnort, übernachtete zwischenzeitlich in einem Zug, in Hotels und lebte zuletzt obdachlos in einem Waldstück in Kiel-Wellsee. Wie die "Kieler Nachrichten" berichten, kam es dort regelmäßig zu Protesten von Anwohnern, die ihre Angst vor dem wegen der Vergewaltigung einer 72-Jährigen verurteilten Straftäters demonstrieren wollten. Der Kieler Sozialdezernent Gerwin Stöcken (SPD) hatte als Lösung angekündigt, eine feste Unterkunft für Christian B. zu finden. In dieser soll er weiter rund um die Uhr von der Polizei und über eine Fußfessel, die er seit seiner Entlassung tragen muss, kontrolliert werden.
Zuletzt hatte das Oberlandesgericht Celle entschieden, dass sich Christian B. auch im Ausland niederlassen darf. Der wegen Sexualdelikten mehrfach vorbestrafte B. war im September aus einer Justizvollzugsanstalt in Niedersachsen entlassen worden, nachdem er eine siebenjährige Haftstrafe unter anderem wegen Vergewaltigung abgesessen hatte. Die Staatsanwaltschaft in Braunschweig stuft ihn unabhängig davon als Verdächtigen im Fall der verschwundenen Madeleine "Maddie" McCann ein. Maddie verschwand im Jahr 2007 als Dreijährige bei einem Portugal-Urlaub spurlos aus der Ferienwohnung ihrer Eltern. Trotz jahrelanger Ermittlungen und großer Aufmerksamkeit durch die Medien ist ihr Schicksal ungeklärt.