Panorama

Femizid in WallersdorfMann in Bayern wegen Mordes an Ehefrau verurteilt

17.07.2026, 11:49 Uhr
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09-07-2026-Bayern-Landshut-Der-Angeklagte-steht-im-Verhandlungssaal-des-Landgerichts-Mit-mehreren-Messerstichen-soll-der-Mann-seine-Noch-Ehefrau-vor-gut-einem-halben-Jahr-auf-offener-Strasse-getoetet-haben
Das Landgericht Landshut attestierte dem Verurteilten niedere Beweggründe, ein Mordmerkmal. (Foto: dpa)

In Niederbayern will sich eine Frau von ihrem Ehemann scheiden lassen. Dieser akzeptiert das nicht und tötet die Mutter seiner Kinder. Der Mann muss nun lebenslang ins Gefängnis.

Wegen Mordes an seiner Ehefrau hat das Landgericht im bayerischen Landshut einen Mann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, beging er die Tat nach Ansicht der Strafkammer aus niederen Beweggründen. Das Gericht folgte mit seinem Urteil vom Donnerstag weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, ohne allerdings die besondere Schwere der Schuld festzustellen.

Der Mann war im Dezember 2025 in Untersuchungshaft genommen worden, nachdem er seiner Frau in Wallersdorf aufgelauert hatte, um diese zu ermorden. Laut Anklage hatte er seine Frau zuvor bereits über Jahre schwer misshandelt. Die Beziehung sei von starkem Besitzdenken des Mannes geprägt gewesen, der sich sehr bestimmend gegenüber seiner Frau verhalten habe. Dies habe dazu geführt, dass diese beabsichtigte, sich zu trennen.

Dem Mann sei zudem ein Kontaktverbot nach dem Gewaltschutzgesetz erteilt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kam er aber wenig später wieder zum Besuch der Kinder zu abgesprochenen Zeiten in das gemeinsame Wohnhaus. Kurz darauf habe ihm seine Frau endgültig klargemacht, dass sie sich scheiden lassen wolle. Daraufhin habe er sich bewusst entschlossen, sie zu töten.

Die Verteidigung des Manns beantragte im Verfahren eine Verurteilung wegen Totschlags. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

Quelle: ntv.de, lar/AFP

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