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Polizei fahndet nach Tätern Mann in Berliner Drogenkiez erschossen

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Der U-Bahnhof Kottbusser Tor gilt als einer der Kriminalitätsbrennpunkte der Hauptstadt.

(Foto: dpa)

Am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg wird ein Mann durch Schüsse tödlich verletzt. Die mutmaßlichen Täter sind auf der Flucht - es soll sich um Mitglieder eines Rockerclubs handeln, die in den Drogenhandel verwickelt sind.

Ein 32-Jähriger ist in der Nähe des Kottbusser Tors in Berlin-Kreuzberg angeschossen worden und später an seinen Verletzungen gestorben. Zeugen hätten am Samstag gegen 22 Uhr Schüsse in einem Häuserdurchgang gehört und einen Mann davon rennen sehen, teilt die Polizei mit.

In dem Durchgang fanden die Zeugen dann den schwer verletzten 32-Jährigen, der Schussverletzungen im Oberkörper hatte. Zwei Stunden später erlag der Mann seinen Verletzungen. Bei dem Opfer soll es sich laut der Berliner Tageszeitung "B.Z." um ein ehemaliges Mitglied der Kreuzberger Jugendbande 36 Boys handeln.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Mordkommission ermittelt. Die "B.Z." berichtet allerdings, dass die Polizei nach zwei, möglicherweise sogar drei Tätern fahnde. Die Männer sollen Rocker der Hells Angels Türkiye Nomads und in den Drogenhandel am Kottbusser Tor verwickelt sein. Wie die Zeitung weiter berichtet, ließen die flüchtigen Täter am Tatort zwei Motorräder zurück.

Die Gegend rund um den U-Bahnhof Kottbusser Tor gilt mit zahlreichen Taschendieben und Raubüberfällen als einer der Kriminalitätsbrennpunkte der Hauptstadt. In den Jahren 2014 und 2015 hat sich die Zahl der Anzeigen wegen Diebstahls mehr als verdoppelt. Gleichzeitig zieht das Viertel mit seinen zahlreichen Bars und Diskotheken viele Touristen an.

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa

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