Panorama

Selbstgebauter Knaller? Mann sprengt sich mit Böller Hand weg

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Nichtexplodierte Böller, die auf der Straße liegen: Auf keinen Fall noch mal anzünden, warnt die Feuerwehr.

(Foto: imago/Jannis Große)

Brandwunden und abgetrennte Finger - Ärzte versorgen auch in diesem Jahr Menschen, die durch Feuerwerkskörper schwer verletzt werden. Mehreren Männern wird wohl selbstgebasteltes Feuerwerk zum Verhängnis. Bei weiteren Unfällen kommen auch Unbeteiligte zu Schaden.

In der Silvesternacht sind mehrere Menschen durch Böller schwer oder sogar lebensgefährlich verletzt worden. In Essen schweben zwei Männer in Lebensgefahr, nachdem sie selbstgebaute Feuerwerkskörper gezündet hatten. Laut Polizei hatten die 31 und 33 Jahre alten Männer die Feuerwerkskörper in mehreren Koffern auf einen Schulhof transportiert. Die Polizei sperrte den Hof ab und forderte Entschärfer des Landeskriminalamtes an, um das explosive Material unschädlich zu machen.

Böller-Opfer gibt es auch in Niedersachsen. In Winsen an der Aller sprengte sich ein 38-Jähriger ersten Erkenntnissen zufolge eine Hand weg. Laut Polizei wurde bei dem Unfall auch ein 54-Jähriger im Gesicht verletzt. Er konnte nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Möglicherweise handelte es sich auch bei diesem Böller um einen selbstgebauten Sprengkörper. Der genaue Unfallhergang ist aber noch unklar.

Bei einem Silvesterunfall im Stile einer Kettenreaktion ist im Landkreis Bamberg in Bayern ein 23-Jähriger schwer verletzt worden. Ein 26-Jähriger hatte nach Polizeiangaben in Oberhaid einen kleinen Kracher geworfen, der unglücklicherweise in der Tasche des Mannes landete. Darin sei wiederum Leuchtspurmunition gebunkert gewesen, die wegen der Hitze explodiert sei, teilte die Polizei mit. Der 23-Jährige wurde mit schweren Verletzungen am Bein und an einer Hand in eine Spezialklinik gebracht.

Auch in Berlin endete die Silvesterfeier für einige Menschen im Operationssaal. 15 Personen wurden mit Verletzungen durch Feuerwerkskörper in das Unfallkrankenhaus Berlin eingeliefert - unter anderem mit Amputations- und Brandverletzungen.

Quelle: ntv.de, hul/dpa