Panorama

Mordermittlungen in Frankreich "Maskenmann" soll zurück nach Deutschland

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Martin N. verbüßt für seine Taten eine lebenslange Haftstrafe.

(Foto: picture alliance / David Hecker/dapd-Pool;dpa/dpa)

Der "Maskenmann" Martin N. sitzt wegen Mordes und sexuellem Missbrauch mehrerer Jungen in Haft. Ermittler in Frankreich bringen ihn mit einem weiteren Fall in Verbindung. Doch stichhaltige Beweise fehlen. Nun soll der Kindermörder wieder nach Deutschland gebracht werden.

Der als "Maskenmann" bekannte Kindermörder Martin N. kehrt aus Frankreich zurück in ein niedersächsisches Gefängnis. "Ein genaues Datum für die Rückkehr steht noch nicht fest", sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Hannover. Zuvor hatten Medien berichtet, dass der heute 50-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Celle zurückkommt.

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Eine Phantomzeichnung des "Maskenmanns".

(Foto: picture alliance / dpa)

Der zu lebenslanger Haft verurteilte Serienmörder war Anfang des Jahres nach Frankreich ausgeliefert worden, weil die Staatsanwaltschaft Nantes wegen Mordes an einem Minderjährigen gegen ihn ermittelte. Medienberichten zufolge ist Martin N. Verdächtiger im Fall des Jungen Jonathan, der 2004 aus einem Schullandheim in Westfrankreich entführt worden war. Die Leiche des 1994 geborenen Kindes war wenige Wochen später entdeckt worden.

Martin N. soll die Ermordung von Jonathan vor rund zwei Jahren einem Mithäftling gestanden haben, was die Ermittlungen in Frankreich beschleunigte. Eine gesicherte DNA-Spur auf dem Bett des getöteten Jonathan führte die Ermittler jedoch nicht zu Martin N. Auch ein Massentest in Frankreich verlief ergebnislos.

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Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zufolge gibt es offenbar zu wenige Beweise dafür, dass der Deutsche auch den französischen Jungen ermordet haben könnte. Der Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums konnte zum Sachstand des Verfahrens in Frankreich nichts sagen.

In Deutschland hatte der Serientäter jahrelang kleine Jungen sexuell missbraucht und drei von ihnen im Alter von 8, 9 und 13 Jahren ermordet. Zwischen 1992 und 2001 schlich er sich in Norddeutschland nachts maskiert an die Betten seiner Opfer, oft in Schullandheimen und Zeltlagern; im Raum Bremen auch in Einfamilienhäusern. 2012 wurde der frühere Lehramtsstudent vom Landgericht Stade verurteilt.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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