Panorama

DIVI-Chef begrüßt Notbremse Mehr als 5000 Covid-Fälle auf Intensivstationen

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62 Intensiv-Fälle mehr als am Vortag meldet das RKI.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf den Intensivstationen bleibt die Lage angespannt. Die Zahl der Covid-19-Patienten steigt weiter und überschreitet erstmals seit rund drei Monaten wieder die Marke von 5000 Fällen. Der jüngere Altersdurchschnitt bereitet den Medizinern dabei zunehmend Sorge.

Die Zahl der Schwerkranken mit Covid-19 auf deutschen Intensivstationen ist wieder über die Marke von 5000 gestiegen. In Kliniken bundesweit werden nun 5049 solche Fälle behandelt, 62 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit Daten des DIVI-Intensivregisters hervorgeht. So groß war die Auslastung demnach zuletzt Mitte Januar.

Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Gernot Marx, sprach in einem Statement bei Twitter von einer weiter angespannten Lage. Er begrüßte den Beschluss des Bundestages zur Corona-Notbremse und sagte, er hoffe auf keine weitere Verzögerung durch den Bundesrat.

Der Wiederanstieg der Patientenzahl auf Intensivstationen hatte etwa Mitte März eingesetzt. Zu dem Zeitpunkt waren allerdings noch rund 2720 Covid-19-Fälle in Behandlung - annähernd so viele wie zum Höhepunkt der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr 2020 mit gleichzeitig rund 2900 Erkrankten.

Zunehmend jüngere Patienten

Laut Medizinern ist die Zahl der Covid-19-Patienten über 80 durch die Impfungen inzwischen gesunken. Sie berichten von zunehmend jüngeren Patienten. Daten zu mutmaßlichen Veränderungen des Altersschnitts und einem Einfluss auf die Sterblichkeit lagen dem DIVI-Experten Christian Karagiannidis zuletzt noch nicht vor. Dies müsse dringend erhoben werden, "wir arbeiten ganz intensiv daran", erklärte er.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte vor einigen Tagen bei Twitter vor dem Tod vieler Menschen zwischen 40 und 60 Jahren wegen Covid-19 gewarnt. "Darunter sind viele Eltern; die hohen Infektionszahlen in Schulen und Universitäten tragen mit bei." Hintergrund ist, dass diese Menschen zurzeit oft noch keinen Impfschutz haben. Bei sehr hohen Infektionszahlen kann das eigentlich geringe Sterberisiko jüngerer Menschen stärker ins Gewicht fallen.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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