Millionenschaden in FrankreichMehrere Renoir-Werke aus Museum nahe Nizza gestohlen

Renoir war einer der bedeutendsten Künstler des Impressionismus. An der französischen Mittelmeerküste brechen Unbekannte am frühen Morgen in ein dem Maler gewidmetes Museum ein. Auf der Flucht lassen sie eines der gestohlenen Werke zurück.
Bei einem Einbruch in ein Museum in Südfrankreich haben Unbekannte vier Gemälde des impressionistischen Malers Pierre-Auguste Renoir entwendet. "Zwei Männer wurden auf Bildern einer Überwachungskamera entdeckt, sie konnten fliehen", teilte der Bürgermeister von Cagnes-sur-Mer mit.
Auf der Flucht hätten sie eines der Werke zurückgelassen. Der Schaden wird auf neun Millionen Euro geschätzt. Der Alarm sei um kurz vor sechs Uhr morgens ausgelöst worden. Die Polizei sei fünf Minuten später bereits vor Ort gewesen.
"Einen Angriff auf das Renoir-Museum zu verüben, bedeutet, einen Teil der Geschichte und des Kulturerbes von Cagnes-sur-Mer anzugreifen", erklärte Bürgermeister Bryan Masson. Das 1960 gegründete Renoir-Museum in der Nähe von Nizza befindet sich im letzten Wohnhaus des 1919 verstorbenen Malers Renoir an der Côte d'Azur.
Neben der ursprünglichen Einrichtung zeigt das Renoir-Museum Gegenstände, die Renoir gehörten, darunter seine Staffelei und seinen Rollstuhl, sowie Porträts, Landschaften und Akte, die der Künstler gemalt hat. Der Diebstahl ereignete sich fast ein Jahr nach dem spektakulären Diebstahl im Louvre in Paris, bei dem ein Teil der französischen Kronjuwelen gestohlen wurde.
