Panorama

200 Gebäude in Flammen Mehrere Tote bei Waldbränden in Sibirien

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In einigen Regionen wurden Windgeschwindigkeiten von 40 Metern pro Sekunde gemessen.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Mindestens fünf Menschen sollen bei schweren Waldbränden in Sibirien ums Leben gekommen sein. Etliche Ortschaften stehen in Flammen. Rund 300 Feuerwehrleute sind im Einsatz, doch anhaltend starken Winde behindern die Löscharbeiten. Örtliche Behörden haben bereits den Notstand ausgerufen.

In der sibirischen Millionenstadt Krasnojarsk im Osten Russlands sind bei mehreren großen Waldbränden mindestens fünf Menschen gestorben. Mehrere Ortschaften in zwölf Landkreisen der Region seien inzwischen von den Bränden erfasst worden, teilte die Nachrichtenagentur Interfax mit. Wie das Katastrophenschutzministerium der Region über Telegram berichtete, stünden insgesamt rund 200 Gebäude in Flammen, darunter mehrere Sägewerke und ein Kindergärten. Starke Winde erschwerten die Löscharbeiten. Die heftigen Böen beschleunigten die Ausbreitung der Flammen, erklärte das Ministerium.

Die meisten Opfer soll es in dem Ort Talaschanka gegeben haben, rund 200 Kilometer von der Großregion Krasnojarsk entfernt. Drei Menschen, darunter zwei Kinder, sollen dort den Flammen zum Opfer gefallen sein. Zwei weitere Tote soll es in der Ortschaft Nikolsk gegeben haben.

Für die Löscharbeiten waren nach Behördenangaben rund 300 Feuerwehrleute und mehr als 90 Fahrzeuge im Einsatz. Die örtlichen Behörden riefen für die Region den Notstand aus. Die Brände seien auch durch die ungewöhnlich starken Winde ausgelöst worden, erklärte der Gouverneur der Region, Alexander Urss, nach einer Krisensitzung.

Seit Jahren schwere Brände

Durch die Böen seien Bäume und Stromleitungen umgestürzt. Infolgedessen "brachen in vielen Gebieten der Region Krasnojarsk mehrere Brände gleichzeitig aus". In einigen Regionen wurden demnach Windgeschwindigkeiten von 40 Metern pro Sekunde statt der vorhergesagten 25 Meter pro Sekunde erreicht. Der starke Wind werde voraussichtlich noch "mindestens vier bis sechs Stunden" anhalten, fügte Urss hinzu.

Die Behörden hätten benachbarte Gebiete um Hilfe gebeten. Diese werde jedoch "im besten Fall erst in einigen Stunden eintreffen". Der Gouverneur ordnete an, den Strom in einem Teil der Region abzuschalten. Ausgenommen seien lediglich lebenswichtige Einrichtungen, Tankstellen und Wasserversorgungssysteme. In Sibirien wüten seit Jahren immer wieder starke Brände.

Quelle: ntv.de, lno/AFP

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