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Wahllose Stiche am HauptbahnhofMesserangreiferin von Hamburg muss in Psychiatrie

26.01.2026, 13:41 Uhr
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Polizei und Spurensicherung im vergangenen Mai nahe dem Tatort. (Foto: dpa)

Am Hamburger Hauptbahnhof sticht im vergangenen Jahr eine Frau auf zahlreiche Menschen ein. Das Landgericht sieht in der psychisch kranken Täterin eine Gefahr für die Allgemeinheit und lässt sie dauerhaft in einer Klinik unterbringen.

Acht Monate nach dem Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof mit zahlreichen Verletzten muss die 40 Jahre alte Täterin dauerhaft in die Psychiatrie. Das hat das Hamburger Landgericht entschieden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die psychisch kranke Frau am 23. Mai auf einem Bahnsteig wahllos auf Reisende eingestochen hat.

Während 6 Personen ausweichen konnten, erlitten 15 Menschen zum Teil erhebliche Schnitt- oder Stichverletzungen. Rechtlich wertete das Gericht die Tat als versuchten Totschlag in 21 Fällen, davon in 15 Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Das Gericht geht davon aus, dass die Frau wegen einer psychischen Erkrankung bei der Tat schuldunfähig war. Sie leide an einer mit Realitätsverkennung einhergehenden paranoiden Schizophrenie und höre Stimmen, hieß es. Die Angeklagte sei aufgrund ihrer Krankheit eine Gefahr für die Allgemeinheit und müsse auf Dauer in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Nach der Tat wurde sie dort nur vorläufig eingewiesen.

Früheren Angaben zufolge wurden bei dem Angriff drei Frauen im Alter von 24, 52 und 85 Jahren und ein 24 Jahre alter Mann lebensgefährlich verletzt. Eine Frau musste notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt werden.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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