Panorama

Ermittlungen gegen InsassenMissbrauchsverdacht: Mädchen soll mit Mutter in Maßregelvollzug gekommen sein

05.12.2025, 09:46 Uhr
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In der Einrichtung in Brandenburg sind Straftäter mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen untergebracht. (Foto: picture alliance/dpa)

In einer brandenburgischen Einrichtung für psychisch kranke Straftäter kommt es offenbar zu einer erschreckenden Tat: Ein Patient und Insasse soll ein Mädchen sexuell missbraucht haben. Bisher war unklar, wie das Kind in die Klinik kam. Nun gibt es neue Details.

Nach dem mutmaßlichem Kindesmissbrauch in einem Maßregelvollzug in Brandenburg/Havel gibt es nun Hinweise darauf, wie das Kind in die gesicherte Einrichtung gekommen ist. Bei dem Opfer handelt es sich um ein Mädchen, heißt es in den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" unter Berufung auf mehrere Quellen. Demnach war das Kind in Begleitung seiner Mutter in der Hochsicherheitsklinik. Ermittler und Klinik machten bisher keine Angaben zu den Hintergründen der mutmaßlichen Tat.

In der Einrichtung sind Straftäter mit einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung untergebracht. Dem Bericht zufolge waren Mutter und Kind bereits öfter zu Besuch in der Einrichtung. Beide hatten demnach eine Besuchserlaubnis der Klinik. Das Landesgesetz ermöglicht Besuche im Maßregelvollzug, wenn sie so gestaltet werden, "dass die familiären und sozialen Beziehungen erhalten und gestärkt werden".

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt nach der mutmaßlichen Tat wegen des "Tatvorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern", wie eine Sprecherin mitteilte. Der Verdacht richte sich gegen "eine Person, die im Maßregelvollzug untergebracht ist", heißt es nun weiter. Die Person sei dort auch weiterhin untergebracht.

Zunächst war unklar, ob sich der Verdacht auch gegen Mitarbeiter der Einrichtung richten würde - laut der Staatsanwaltschaft wird die Tat jedoch nur dem Insassen vorgeworfen. Weitere Details sind bisher unter Verweis auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten nicht bekannt. Die ärztliche Leitung der Klinik wurde nach dem Vorfall mit sofortiger Wirkung entlassen, wie das brandenburgische Gesundheitsministerium mitteilte.

Den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" zufolge kam es bereits vor mehreren Monaten zu dem Vorfall. Zunächst war allerdings unklar, wie das Kind in die Einrichtung kam. "Es gab einen gravierenden Vorfall im Maßregelvollzug Brandenburg an der Havel", hieß es vonseiten des Gesundheitsministeriums lediglich.

Quelle: ntv.de, spl/dpa

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